Gästebuch

Herzlich Willkommen auf unserem christrunners Blog! Dies hat nichts mit Religion zu tun ist einfach unser Familien-Name. Unsere Resultate sind auf Datasport zu finden; Fotos auf Picasaweb.

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Samstag, 18. September 2010

Greifenseelauf - Wer hätte das gedacht ?

Eigentlich wollte ich gar nicht an den Greifenseelauf. In den letzten Monaten kam ich nicht mal auf 20 km Training pro Woche und der Lauf gefällt mir nicht so sehr. Zu viele Leute und der Schlussteil mit dem Schwenker und dem Rauflaufen nach Kirchuster, dann 3 m am Ziel vorbei um noch eine Schlaufe zu machen. Aber Sabine war das ganze Wochenende an einem TaeBo Event und so hatte ich mich in einem schwachen Moment doch angemeldet mit einer Zielzeit von 1:52 was mir die Startnummer 7006 einbrachte. Aufgrund der fast idealen Bedingungen war mein Appetit auf eine schnellere Zeit doch grösser und so reihte ich mich auf der Startlinie ein.

Um 15:33 erfolgte der Startschuss und zuerst lief ich viel zu schnell. Nach dem 1. Km hatte ich dann endlich mein Tempo gefunden. Es fühlte sich noch sehr locker an. Bald schon waren die ersten vom vorigen Block eingeholt und auf den nächsten km waren noch einige mehr dran. Bei der Zwischenzeit zeigte die Uhr 48:12 an, was ganz klar auf eine Zeit unter 1:45 rauslief. Bis km 14 lief es sich noch locker, aber ich musste mehr und mehr Leute überholen. Das kostete mehr und mehr Kraft und ich musste mich auch immer selber pushen, nicht plötzlich langsamer zu werden. Was bis jetzt eine gute Idee war sich in einem langsameren Block einteilen zu lassen wurde nun immer mehr zum Problem. Ich wäre nun gerne umgeben von schnelleren Leuten denen ich mich anhängen könnte. Aber so musste ich halt mein Tempo selber bestimmen. Auf den letzten km spürte ich das Manko an Trainingskilometer doch noch, aber ich lief trotzdem eine gute Zeit.

Bei 1:42:34 blieb die Uhr stehen, sogar eine neue Bestzeit auf dieser Strecke. Das hätte ich nie gedacht!

Sonntag, 12. September 2010

Happy Birthday - Alles Gute zum Geburtstag

Wir wünschen Rainer alles Gute zum 46. Geburtstag und viel Kraft und Gesundheit für seine weitere sportliche Karriere.

Samstag, 11. September 2010

Fricktaler Berglauf

Nur 6 Tage nach dem erfolgreichen finishen des Powerman Duathlons stehe ich schon wieder an der Startlinie. Diesmal beim Fricktaler Berglauf über 6.9 km und ca. 300 hm. Normalerweise starte ich hier beim Kurzlauf, aber den haben sie bereits letztes Jahr abgeändert und durch eine Flachstrecke ersetzt.

Kurz nach dem Start geht es sehr steil bergauf und auf dem 1. km sind mehr als 100 hm zu absolvieren. Da ich zu Beginn noch fit war, konnte ich diesen Teil ohne grosse Probleme bewältigen. Später machte sich diese Anstrengung aber bemerkbar und ich musste mein Tempo drosseln.

Beim Schild "noch 1500m" lief ich in einer kleine Gruppe zuhinterst. Auf diesem relativ flachen Stück habe ich mein Tempo successiv erhöht und bis zum Schluss die 4 LäuferInnen (2+2) vor mir noch überholt. Ausgepumpt aber glücklich lief ich dann in 40m12 ins Ziel. Mein Wunsch wäre eine Zeit unter 40 m gewesen aber der Lauf war mehr als Training gedacht (schneller konnte ich sowieso nicht).

Nach dem Zurückrennen zum Start und dort noch was Essen und Trinken fuhr ich schon bald wieder nach Hause. So in einer Woche der Greifenseelauf, mal schauen wie es mir da ergeht, mein Ziel ist ja ein 1h52er Zeit (Bestzeit 1h34).

Mittwoch, 8. September 2010

Powerman Zofingen - auch ich war dabei

Nachdem ich letztes Jahr meine Premiere auf der Long Distance erfolgreich gefinished hatte fragte ich mich wieso ich mir das eigentlich nochmals antue.  Wie wenn man das wüsste …

Um 08:00 startete ein kleines Grüppchen von wenig mehr als 30 Frauen auf die erste Laufrunde.  Sabine lief so in der Mitte und ich erinnerte sie, dass es noch steiler werden wird. Ich ging dann in die Nähe der Stadthalle um da auf sie zu warten. Zu der Zeit kam gerade die schwarze Limousine von unserem Sportminister und Bundesrat Ueli Maurer an. Ich stand nur ein paar Meter neben ihm als er von der Powerman Delegation begrüsst wurde.  Nach knapp mehr als 20 min.  kam sie dann bei mir vorbei, immer noch gut gelaunt und noch gar nicht müde. Ich erledigte dann noch rasch meine letzte Startvorbereitungen und um ca. 08:45 stand ich dann in der Startreihe ziemlich weit hinten.


Um 08:53 dann der Startschuss und es galt mit dem richtigen Tempo die erste Steigung zu nehmen.  Es fühlte sich noch recht locker an, aber schon beim zweiten Mal lief es ein wenig langsamer.  

In der Wechselzone angekommen nahm ich mir genügend Zeit die Utensilien fürs Velofahren anzuziehen und trabte dann in Richtung Ausgang. Vor knapp 3 Wochen bekam ich mein neues Kuota Kom und ich war gespannt wie es mir damit erging. Gegenüber dem Vorjahr war ich merklich schneller und wurde zu Beginn auch nicht so oft überholt, es fühlte sich gut an. Auch schien mir der Bodenberg diesmal flacher zu sein.  Aber bereits Richtung Grossdietwil machte mir der Wind zu schaffen; den mag ich gar nicht. 

Später dann machte sich mein neues Velo negativ bemerkbar und das in Form des Sattels, welcher scheinbar für mein Hinter viel zu hart war. Ich wusste schon bald nicht mehr wie ich richtig sitzen sollte. Dazu war ich wahrscheinlich einer der wenigen, welcher ohne Triathlonlenker unterwegs war. Die Fahrt wurde immer mehr zur Qual und um mein Hinter zu entlasten, bin ich sehr oft aus dem Sattel gegangen. Dies brachte mich aber vom Regen in die Traufe. Meine Füsse begannen höllisch zu schmerzen und ich musste dann die Klettverschlüsse lockern. Dies brachte auch nicht wirklich eine Verbesserung und meine Moral begann zu sinken, ich musste mental sehr stark kämpfen. Aber dies ist meine Stärke und so boxte ich mich durch die Velostrecke durch und war am Schluss sogar ein wenig schneller als im Vorjahr. Gegenüber der 1. Runde war ich auf der 2. Runde 10 min und auf der 3. Runde 20 min langsamer, was mich aber nicht wirklich störte. Und wenn der immer stärker werdende Wind nicht gewesen wäre. Bezeichnend in der 3. Runde war, dass bei der Steigung Richtung Ebersecken Highway to Hell von AC/DC laut aus den aufgestellten Lautsprechern ertönte.


Endlich kam die Wechselzone wo ich mich freute, diese Schuhe loszuwerden.  Schon bald gingen die Schmerzen in den Füssen zurück, aber ich war fix und fertig, hatte fast keine Kraft mehr durch das viele Aufstehen beim Velofahren. Obwohl ich kurzfristig daran dachte direkt nach dem Rauslaufen aus der Wechselzone aufzugeben, biss ich bis zum Schluss durch. An schnelles Rennen war nicht mehr zu denken, ich marschierte den grössten Teil der Strecke.  Ich dachte immer wieder an meine Biene, wie es ihr wohl geht. Wenn ich eine Prognose hätte abgeben müssen, hätte ich ihre Zeit auf 9h15-9h30 für die Premiere geschätzt. 
Auf meinem 1. Km erblickte ich sie dann und es wurde mir warm ums Herz. Sie war schon auf dem Weg zur Wechselzone für die 2. Runde. Eine Umarmung, schnell ein Kuss und schon liefen wir beiden weiter, jedes in eine andere Richtung. Ich dachte, sie wird mich bald einholen, aber auch sie hatte zu kämpfen. Kurz vor dem Ende meiner ersten Runde hat sie mich dann eingeholt. Sie war so fertig, dass sie nicht mal mehr „gimme5“ machen konnte.  Ich konnte ihr aber nicht folgen, aber hörte den Speaker sagen, dass sie mit 9h20 den 3. Rang in ihrer Kategorie hat. Hut ab, super Leistung. Ich habe ihr noch kurz zugewunken und mich auf den Weg für meine Schlussrunde gemacht. Es waren nicht mehr viele Leute unterwegs und ich fühlte mich schon fast wie ein einsamer Wolf (eher Lämmlein).
Auch waren die Verpflegungsposten schon fast abgeräumt und beim Wendepunkt kam ich fast nicht mehr hoch, als ich aus einem Gefäss am Boden einen nassen Schwamm rausholte. Auf dem Rückweg habe ich dann gesehen, dass nur noch eine Frau und 2 Männer hinter mir waren. Für mich war es nun das Ziel dass diese hinter mir bleiben.


Endlich die 2.5 km Zeitmatte und da wusste auch Sabine, dass ich unterwegs Richtung Ziel bin (es wurde im Ziel durchgegeben). Bis zu dieser Zeit bin ich keiner der km unter 6m30 gelaufen, dies holte ich nun nach. Meine Vorjahreszeit werde ich nicht unterbieten können, aber wenigstens unter 10h20 wollte ich bleiben.
Einen kurzen Spurt  und bei 10h19m53s blieb die Zeit stehen, 2m40 langsamer als im Vorjahr.  Ich war so glücklich endlich im Ziel zu sein und ganz stolz auf meine Biene. Vielen Dank auch an Fritz, welcher an verschiedenen Stellen Fotos von uns gemacht hatte und uns moralisch unterstützt hat.

Das war mein bisher schmerzhaftester, mental schwierigster und vom Gefühl her der längste Wettkampf den ich seit meinem Einstieg  im 2002 absolviert hatte. Das werde ich mir nie mehr antun ...

Montag, 6. September 2010

Powerman Longdistance Duathlon - World Championships

Ganz früh am Sonntag Morgen klingelte unser Wecker. Raus aus den Federn, der grosse Tag war endlich da. Ein kurzes Frühstück und nochmals mit den Gedanken durchs "Gepäck" ob auch ja alles eingepackt ist, gings dann um 6.00Uhr Richtung Zofingen. Dort angekommen haben wir uns in der Wechselzone unsere Plätze gesucht und alles so hergerichtet, damit wir bei den Wechseln möglichst wenig Zeit benötigen würden.

So gegen 7.30Uhr ging ich mich etwas Warmlaufen, es war doch noch ziemlich frisch so früh am Morgen aber es versprach ein wunderschöner Tag zu werden. Dazwischen immer wieder ein "letzter" Gang zur Toilette...... Kurz vor dem Start der Frauen kam Rainer auch nochmals bei mir vorbei und wir standen beim Interview von Camilla Lindholm (lief als 3. Frau ins Ziel) direkt hinter ihr und so hatten auch wir unseren Auftritt im Schweizer Sportfernsehen ;-). Dann Punkt 8.00Uhr ging es los - meine Nervosität hat sich zum Glück an diesem Morgen etwas gelegt und ich freute mich riesig auf den bevorstehenden Wettkampf.

Der 1. Lauf führte über eine Rundstrecke von 5km, welche 2x absolviert werden musste. Und wie kann es auch anders sein beim härtesten Duathlon der Welt, es ging gleich ziemlich heftig aufwärts. Die Strecke führte in einem ständigen Auf und Ab durch den Wald bis es dann wieder runter Richtung Arena ging. Dort ein Durchlauf mit Gänsehautfeeling und danach die gleiche Runde nochmals. Für die nicht ganz 10km habe ich 44Min. 18Sek. gebraucht und das mit etlichen Höhenmetern. Danach kam der Wechsel aufs Rad, von jetzt an galt es Ernst. In der Wechselzone war ich mal wieder eine der Langsamsten aber ich hatte ja noch den ganzen Tag vor mir.

Ich fühlte mich super und habe auch gleich meinen Rhythmus gefunden. Ich wurde zwar gleich zu Beginn noch von ein paar Frauen überholt aber ich wusste ja, dass ich auf dem Rad nicht die beste Zeit machen würde :-). Und schliesslich war der Tag noch lang. Es war einfach nur schön, ich hatte die ganze Zeit ein Grinsen im Gesicht und habe es einfach so richtig genossen. Immer wieder standen Menschen am Strassenrand und haben uns angefeuert und das war nochmals ein grosser Ansporn. Leider verspürte ich schon nach knapp 10km auf dem Rad ein leichtes Zwicken in der Wade aber zum Glück hatte ich vorgesorgt und nahm dann auch gleich 2 von meinen Salztabletten. So hatte ich die sich ankündigenden Krämpfe bald im Griff.

Die 1. Runde über den Bodenberg waren wir Mädels alleine unterwegs, der Start der Männer war ja 53 Minuten später erfolgt. Deshalb war es auf den ersten 50km recht einsam aber es war wunderschön an diesem sonnigen Sonntagmorgen durch die friedliche Landschaft zu fahren. Die Steigung beim Bodenberg bereitete mir in dieser 1. Runde überhaupt keine Mühe und ich freute mich auf die Abfahrt danach und das lange Stück Richtung St. Urban. Von dort noch hoch durch den Boowald und dann wieder leicht Abwärts zurück Richtung Zofingen. Hier verspürte ich schon bei der 1. Runde leichten Gegenwind obwohl der mich zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich störte.


In Zofingen dann die Durchfahrt auf die 2. Runde, 1Std. 46Min. habe ich bis hierhin auf dem Rad verbracht, ich habe mir jeweils eine obere Zeitlimite von 2Std. gesetzt und war froh, dass es so gut lief. Hier habe ich mich dann auch das 1. Mal am Verpflegungsposten mit einem gefüllten Bidon und Gel eingedeckt. Da habe ich mir vorher grosse Gedanken gemacht, ob das auch klappen würde mit der Uebergabe und so....war aber alles so toll organisiert, dass das überhaupt kein Problem war. Also los auf die 2. Runde. In der Zwischenzeit wurde es richtig voll auf der Strecke. Die Männer sowie die Short-Teilnehmer und die Teams waren jetzt auch alle unterwegs und so wurde ich sehr oft überholt und immer wieder musste aufgepasst werden, dass der Mindestabstand von 10Metern nicht unterschritten wurde. Die Race-Marshalls waren überall unterwegs und haben kontrolliert, dass nicht im Windschatten des Vordermannes gefahren wurde. Mir kam das ja sehr entgegen, ich fahre am liebsten für mich alleine.

Auch auf der 2. Runde fühlte ich mich noch voller Energie, ein leichtes Ziehen in den Beinen aber ansonsten lief alles perfekt. Am Bodenberg kämpften sich wieder alle den Berg hoch und zwischendurch gab es auch von den andern Fahrern mal motivierende Worte. Auch dieses Mal bin ich hier wieder gut hochgekommen und es war bei der 2. Durchfahrt doch viel mehr los auf und an der Strecke. In Ohmstal dann wieder Bidonwechsel und das obligate Gel und weiter gings. Mit über 60km/h den Berg runter und dann kommen die Elite-Athleten und lassen Dich einfach stehen - Wahnsinn, was die für ein Tempo fahren!

Deutlich merkte ich jetzt, wie der Wind immer mehr auffrischte aber noch fühlte ich mich gut. Und nach ca. 1Std. 47Min. bin ich in Zofingen zur 3. Runde gestartet. Langsam fühlten sich meine Beine doch müde an und ich musste auch öfters die Position wechseln. Bin ich doch in den ersten beiden Runden die meiste Zeit auf dem Triathlon-Lenker gefahren, bereitete es mir jetzt immer mehr Mühe länger in der gleichen Position zu bleiben. Auch wurde es wieder sehr einsam auf der Strecke, in grossen Abständen kamen immer mal wieder ein paar Fahrer und überholten, z.T. wurde auch ganz schön Windschatten gefahren solange keine Marshalls in Sichtweite waren - na ja wenn man es nötig hat.... Das 3. Mal den Bodenberg hoch, hatte ich doch etwas mehr Mühe, öfters bin ich aus dem Sattel und im Wiegetritt nach oben geklettert. Langsam freute ich mich auf die Laufschuhe, einfach mal eine andere Haltung einnehmen, obwohl ich keine Ahnung hatte, ob ich nach den vielen km auf dem Rad überhaupt noch Gehen konnte. Noch die letzte grössere Steigung im Boowald und dann gings wieder Abwärts und da wartete eine grosse Ueberraschung auf mich. Meine Schwester Monika stand mit ihrem Rennrad an der Strecke - wow das war einer der schönsten Momente, ich war so gerührt und hatte Tränen in den Augen, die Emotionen kamen da einfach hoch - schnell konzentrierte ich mich wieder auf die Strecke, denn es lag ja noch einiges vor mir am heutigen Tag.

Nach 5Std. 28Min. auf meinem Rennrad bin ich in Zofingen angekommen und dann war ich wirklich ziemlich wacklig auf den Beinen. Rein in die Wechselzone, Rad abstellen, Helm und Handschuhe ausziehen, Schuhe wechseln und raus aus der Arena auf die letzten 30km des Tages. Doch wie fühlte sich das an...... Ich hatte das Gefühl, dass ich keine 5km mehr Laufen kann geschweige denn noch 30km und erst noch mit ziemlich vielen Höhenmetern. In einem Mix aus Gehen und Laufen versuchte ich dann, meine Beine wieder an die Erde zu gewöhnen. Zu allem Uebel wurde mir jetzt auch noch schlecht und jedes Mal, wenn ich wieder Laufen wollte, hat mich das ausgebremst. Beim 1. Verpflegungsposten ging nichts mehr rein, so begnügte ich mich mit einer Mundspühlung und einem kleinen Schluck Wasser.
Die Laufstrecke führt rauf auf den Heiteren-Platz und dort in vielen Schlaufen hin- und her, auch für den Kopf eine grosse Herausforderung sich hier immer wieder zu motivieren. Und das Schöne ist, man weiss, dass man nocheinmal hier hochkommen darf.... Bei der Wende begrüsst der Speaker wieder jeden einzelnen Athleten mit Namen und es ist schon ein tolles Gefühl ein Teil dieses grandiosen Wettkampfes zu sein. Jetzt geht's also auf der gleichen Strecke 7,5km zurück in die Arena. Knapp 1km vor dem Wendepunkt in der Arena treffe ich auf Rainer. Schnell ein Küsschen und "jammern" wie schlecht es uns geht und schon laufen wir in entgegengesetzten Richtungen weiter, er rauf und ich runter. Kurz vor dem Eingang erwartet mich eine Ueberraschung - Tina mit ihrem Mann stehen dort und feuern mich mit voller Kraft an. Ich bin total gerührt und freue mich riesig, dass die Beiden den Weg vom Fricktal nach Zofingen für mich gemacht haben. Eine Runde durch die Arena zur Kehre und dann nochmals hoch auf den Heiteren. Als ich die Arena verlasse muss ich wieder ein paar Schritte gehen und schon feuert mich Tina an und lässt mir keine Ruhe, bis ich mich wieder in den Laufschritt begebe. Danke für den "Arschtritt"..... ;-). "Nur" noch 15km und dann habe ich mein grosses Ziel, den Powerman zu finishen, erreicht. Mein Blick geht immer mal wieder zu meiner Uhr und ich versuche zu rechnen. Die Kilometer scheinen mir endlos und alle Aufwärtspassagen muss ich gehen, Laufen geht nicht mehr. Auf den flachen Teilstücken wechsle ich immer zwischen Gehen und Laufen und Abwärts kann ich es rollen lassen. Zwischendurch denke ich an "meine" TaeBo-Mädels, die mir heute alle kräftig die Daumen drücken und auch das gibt mir immer wieder Kraft für den restlichen Weg.

Wieder auf dem Heiteren liegen noch die endlosen Schlaufen vor mir. Hinter mir rücken ein paar Frauen immer Näher auf aber ich kann einfach nicht mehr zulegen. Was soll's - ich weiss es wird eine passable Zeit für mich geben, alles Andere ist mir im Moment egal. Ich schleppe mich zum letzten Kehrpunkt und mache mich auf den Rückweg. Mir ist richtig schlecht und als mir Salzstängeli angeboten werden, nehme ich dankend an. Aber nicht mal so ein kleines Ding geht runter, ich muss es wieder ausspucken - keine Chance. Eine entgegenkommende Läuferin sagt "bald geschafft, jetzt hast Du nur noch eine Steigung vor Dir", das weckt meine Lebensgeister wieder etwas. In der Zwischenzeit haben mich 2 Frauen eingeholt und überholt. Eigentlich wollte ich dagegen halten, doch die erste war zu stark. Bei der zweiten konnte ich zumindest dranbleiben und irgendwann hat mich mein Stolz und mein Ehrgeiz gepackt und ich sagte zu mir, DIE läuft nicht vor dir ein.... Also nochmals von überall her die Energie zusammengekratzt und los gings. Und da war auch noch Rainer plötzlich vor mir. Ich konnte ihn nicht mal mehr "abklatschen", ich war einfach zu kaputt. Ich habe die Frau dann ein- und überholt und hatte da natürlich ständig das Gefühl, dass ich sie im Nacken habe. Noch 1km und schon kam auch wieder Tina und ihr Mann in Sichtweite, so lange haben sie gewartet und jetzt feuerten sie mich nochmals kräftig an und ich schwebte fast in die Arena. Schon kam die Durchsage vom Speaker, 18. Frau und 3. in meiner Altersklasse - was für ein Erfolg!! Auf der Gegenzielgerade wurde mir ein herabgereichtes Kind welches mit seinem Vater ins Ziel laufen wollte noch fast zur Stolperfalle aber alles ist gutgegangen und ich bin überglücklich jubelnd ins Ziel gelaufen. Die Uhr blieb für mich bei 9Std. 20Min. 37Sek. stehen, ich bin einfach nur überwältigt, damit hätte ich nicht gerechnet.....! Rainer habe ich grad noch gesehen, wie er wieder aus der Arena raus ist und mir noch kurz zugewunken hat und sich gefreut über meinen tollen Wettkampf.

Im Zielbereich kam mir dann noch meine Schwester Monika entgegen und ich bin ihr vor lauter Freude gleich um den Hals gefallen - sorry, war etwas stinkig und verschwitzt ;-). Nachdem ich mich mit Monika noch etwas unterhalten hatte, bin ich unter die Dusche und danach habe ich meine Sachen aus der Wechselzone geholt und mich auf die Tribüne gesetzt und den einlaufenden Athleten zugejubelt. Irgendwann kam dann die Durchsage, dass die letzten Läufer bei km 2,5 vor dem Ziel passiert hatten, darunter auch Rainer. Ich machte mich bereit, dass ich noch ein Foto von ihm machen und ihn im Zielraum in die Arme schliessen konnte. Nach 10Std. 19Min. 53Sek. war auch für ihn das Rennen Geschichte und er hat erfolgreich seinen 2. Powerman gefinisht. Ganz herzliche Glückwünsche dazu MEIN Powerman!



Wir haben uns im Zielraum noch etwas mit den Verantwortlichen unterhalten, ich bin dann schon mal vorgegangen in den Festsaal zum Essen und zur anschliessenden Siegerehrung. Rainer kam bald frisch geduscht nach. Voller Stolz durfte ich in meiner Altersklasse die Bronzemedaille entgegennehmen und ich war nicht mal 2 Minuten langsamer als die Zweitklassierte....! Für mich war das ein supergenialer Tag gewesen, ich habe gelitten, ich habe mich gefreut, ich habe mich gequält und hatte viel Spass - Zofingen, ich komme bestimmt wieder, der Duathlonsport hat mich gepackt!

Sonntag, 5. September 2010

Powerman Long Distance Duathlon - Wir sind Finisher !!

Völlig kaputt (zumindestens ich) und überglücklich als Finisher des Powerman Duathlon Long Distance (Weltmeisterschaften) sind wir nun wieder zu Hause.

Sabine ist bei ihrer Premiere sogar auf den 3. Rang ihrer Alterskategorie gelaufen/gefahren und das mit einer Zeit von 9h20! Respekt.

Wie es uns ergangen ist folgt später ...

Samstag, 4. September 2010

Powerkids - Zofingen

Bei relativ warmen Temperaturen lief Alisha in der Kategorie Tigers auf den guten 7. Rang. Gegenüber dem Vorjahr hat sie sich um einiges verbessert und es lief ihr auch besser. Herzliche Gratulation von Mami und Papi.

In ein paar Stunden heisst es für uns unser Bestes zu geben. Für mich ist Ankommen das Ziel und Sabine wünsche ich alles Gute und viel Kraft bei ihrer Premiere.