Gästebuch

Herzlich Willkommen auf unserem christrunners Blog! Dies hat nichts mit Religion zu tun ist einfach unser Familien-Name. Unsere Resultate sind auf Datasport zu finden; Fotos auf Picasaweb.

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Dienstag, 31. Mai 2011

Waffenlauf Doppelstart - Lenzburg und Kaisten

An diesem Wochenende stand uns ein echtes Waffenlauf-Novum bevor. 2 Wettkämpfe an einem Wochenende, das gab es bis jetzt noch nie in der Geschichte des Waffenlaufs.

Tag 1 - Lenzburg 11.6 km

Am Samstag war Lenzburg an der Reihe. Frühzeitig waren wir vor Ort und fassten unsere Kleider. Da unser Start erst um 14.52Uhr erfolgte, wurde es sehr warm für uns. Wir hatten noch genügend Zeit um einen Kaffee zu trinken und mit unseren Läuferkollegen einen Schwatz zu halten. Mein Ziel für den heutigen Tag war es, aufs Podest zu laufen. Rainer und ich waren gespannt, was das Rennen für uns bringen würde, war es doch erst eine Woche nach unserem Ultra-Trail im Schwarzwald.

Pünktlich um 14.58Uhr fiel für uns der Startschuss. Ich bin gleich ziemlich schnell los, Rainer blieb etwas hinter mir. Es ging leicht aufwärts durch den Wald, wo es zum Glück kühler war. Bald merkte ich, dass es heute nicht so laufen würde, mein Asthma machte mir ziemlich Mühe, seit langem musste ich mal wieder meinen Spray einsetzen und gleichzeitig mein Tempo zurücknehmen. Zu diesem Zeitpunkt lag ich Overall an 3. Stelle. Doch hier konnte mich Luzia überholen und auf ein paar Meter distanzieren. Auch Rainer schloss zu mir auf und ich dachte, das war's dann für heute. Aber dann kam mein Kampfgeist wieder und ich versuchte so gut es ging an Luzia dranzubleiben. Rainer hat sich dann wieder zurückfallen lassen und war immer in Sichtweite hinter mir. Teilweise war es heiss und dann kam zum Glück wieder ein leichter Wind auf und die Stücke im Wald waren angenehm.
Die Strecke verlief immer leicht steigend und wieder abwärts, nie viel aber trotzdem hatte ich das Gefühl immer nach oben zu laufen. Sehr viele Verpflegungsstellen mit Wasser machten die Hitze und den Durst erträglich. Ungefähr bei km8 merkte ich, dass ich wieder näher an Luzia rankomme und auch das Atmen fiel mir leichter. So versuchte ich einen Angriff und zog an ihr vorbei, auch Luzia lief am Anschlag und konnte nicht anhängen und ich hatte so bald ein paar Meter zwischen uns. Jetzt ging es raus aus dem Wald und eine unregelmässige Treppe runter und dann stand ich vor einer provisorischen "Gerüste-Brücke" über die Strasse. Also die unzähligen Stufen hoch klettern, über das wacklige Ding drüber und wieder runter, eine Zick-Zack-Runde durch die Altstadt und dann nochmals über diese Brücke. Ich war sowas von fertig und konnte nur noch Gehen. Nach der Brücke ging es noch einen Hügel hoch und dann rein ins Ziel. Ich glaub so gekämpft und gelitten habe ich schon lange nicht mehr. Meine Zeit für die 11,6km blieb bei 1Std.00Min.23Sek. stehen. Rainer kam kurz nach mir mit 1Std.02Min.32Sek. ins Ziel, auch er war völlig ausgepumpt.

Nach einer erfrischenden Dusche warteten wir bei Kaffee und Kuchen auf die Rangverkündigung, durfte ich doch heute aufs Podest! 3. Rang Overall und auch 3. in meiner Altersklasse - so dürfte es immer sein :-)

Tag 2 - Kaisten 16.7 km

Am Sonntag Morgen stand nun der Kaister Waffenlauf auf dem Programm. Start war um 10.00Uhr. Wir waren wieder zeitig da, mussten wir uns doch noch Nachmelden. Viele Läufer haben an diesem Wochenende den Doppelstart gewagt, genau 66 Läufer und 6 Läuferinnen und so waren viele bekannte Gesichter anwesend.

Wieder Kleider fassen und dann gleich umziehen. TeleBasel war auch vor Ort, wurde doch speziell über Barbara Cina berichtet (eine der beiden Spitzenläuferinnen). Auch heute wollte ich mir den 3. Rang Overall holen und war dementsprechend nervös. Die Sonne brannte schon heiss vom Himmel und trotz der frühen Startzeit versprach es heiss zu werden. Zum Glück verläuft ein Grossteil der Strecke im kühlen Wald.

Pünktlich um 10.00Uhr wurden wir auf die Strecke über 16,7km geschickt, es mussten 2 Runden gelaufen werden. Ich wollte heute eigentlich versuchen, nicht wieder so schnell zu starten aber das gelang mir wieder nicht, naja langsam werde ich von alleine.... Heute lief es besser als gestern, obwohl die erste Runde sehr hart war. Da fühlte man schon den gestrigen Wettkampf in den Beinen. Die Strecke war fast ganz flach aber zweimal hat es eine kleine Steigung und da musste ich gehen aber danach lief es immer wieder gut weiter. Ich war immer froh, wenn wir im Wald waren, es war einfach nur heiss und durch den Kämpfer kommt kein Lüftchen durch.

Bei den Verpflegungsstellen habe ich mir immer Zeit gelassen und Wasser und Tee getrunken, hinter mir war ein grosser Abstand zur nächsten Frau und so wusste ich, dass mir der 3. Rang auf sicher war und ich mich nicht ganz so zu quälen brauchte. Kurz nach km15 standen Luzia und ihre Kinder und sie hatte auch nochmal einen Schluck Wasser für die letzten 1,5km, die jetzt ganz in der Sonne lagen. Endlich die letzte Biegung und das Ziel lag vor mir. 1Std.26Min.58Sek. war meine Schlusszeit. Ich wurde gleich willkommen geheissen und musste schon meinen Pflichten nachgehen ;-)) und für's Siegerphoto posieren. Marianne und Barbara mussten doch etwas auf mich warten, laufen die Zwei doch in einer eigenen Liga! Im Ziel war dann auch noch Tina vom Vitamare, habe mich sehr gefreut, dass sie extra meinetwegen gekommen ist. Rainer lief knapp 2 Minuten nach mir ins Ziel und war auch froh, dass es geschafft war. Für ihn blieb die Uhr bei 1Std.28Min.52Sek. stehen.

Nach der wohlverdienten Dusche haben wir bei gemütlichem Beisammensitzen auf die Rangverkündigung gewartet. Mein Ziel habe ich erreicht und ich durfte zum zweiten Mal an diesem Wochenende aufs Podest. 3. Frau Overall und 2. in meiner Alterklasse - ich freu mich riesig.

Um ca. 14.00Uhr machten wir uns auf den (kurzen) Heimweg und machten uns einen faulen Nachmittag und am Abend gab's noch was Feines vom Grill - Danke Schatz. Es war ein tolles Wochenende und ein gaaaanz kleiner Vorgeschmack, wie es ist, an verschiedenen Tagen nacheinander einen Wettkampf zu laufen....

Samstag, 21. Mai 2011

Black Forest Trail Run - ein Trainingslauf über 57 km

Am Schluchseelauf ist uns der Flyer für den Black Forest Trailrun in die Hände gekommen. Sabine meinte, wir könnte ja teilnehmen so als längerer Trainingslauf. Zuerst war ich nicht so begeistert, da 57 km und fast 2'000 Höhenmeter doch nicht so ohne sind. In einer schwachen Minute habe ich dann trotzdem die Unterkunft gebucht.

Am frühen Freitag Nachmittag fuhren wir via Schluchsee nach Simonswald. Nach ca. 2 Std hatten wir unser Ziel erreicht. Wir parkierten unser Auto auf dem Sägplatz, dem Startort des morgigen Laufes.
Nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort fuhren wir zu unserer Unterkunft, dem Landgasthaus Grüner Baum. Nachdem die Formalitäten erledigt waren und wir unser Zimmer bezogen hatten, tranken wir auf der Sonnenterrasse eine Schorle. Später hielten wir uns noch kurz im Zimmer auf und fuhren dann um 19:00 nach Simonswald um uns da für den morgigen Lauf nachzumelden. Dies war nur eine kurze Angelegenheit und so freuten wir uns auf das Nachtessen, welches wir auf der bereits erwähnten Sonnenterasse einnehmen wollten. Aber schon bald kam ein heftiger Wind und sämtliche Gäste flüchteten in die Gaststube, wir auch. Das Essen war sehr köstlich und nach einem Kaffee begaben wir uns ins Zimmer. Bald danach war es Zeit zum Schlafen, da wir bereits um 05:45 raus mussten.

Nach einer eher unruhigen Nacht sassen wir um 06:00 am Frühstückstisch. Normalerweise war  Frühstück erst ab 07:00 aber unserer Bitte um früher kamen sie ohne Probleme nach. Nach Essen, Zahlen und Packen fuhren wir um ca. 07:00 zum Sägplatz, wo schon ein reges Treiben herrschte. Nach den Startvorbereitungen warteten wir auf das Briefing, wo wir noch wichtige Details zum Lauf erhielten. Keine km-Tafeln, nur 5 Verpflegungsstände und für die Orientierung blaue Punkte am Boden oder an den Bäumen. Dazu noch ein Blatt mit wichtigen Informationen wie Tel.-Nummern, Beschreibung der Strecke sowie km-Angaben der Verpflegungsstände.

Schätzungsweise 100 LäuferInnen warteten bis um 08:00 im Startkanal auf das Startkommando. Sabine und ich starteten fast am Schluss des Feldes, da dieser Lauf als langes Training gedacht ist. Mehr als 27 km liefen wir dieses Jahr noch nie.

Nach einem flachen Anfangsteil (den werden wir in ca. 8 Std nochmals laufen, aber in entgegengesetzter Richtung) ging es bereits den Berg hoch. Die Temperaturen waren angenehm und der Geruch des Tannenwaldes gefiel uns sehr. Schon bald verteilte sich die Läuferschar. Wir hatten es nicht eilig und ich lief das erste Mal mit dem Fotoapparat ausgerüstet einen Wettkampf. Dazu waren wir mit Laufrucksack ausgerüstet, da es nur jeden 10 km einen Verpflegungsposten hatte.

Der Hauptteil der Strecke befand sich im Wald. Aber das Auf und Ab (vorallem Auf) liess ein konstantes Tempo nicht zu. Bei km 10.8 befand sich der erste Verpflegungsposten. Wir stärkten uns und füllten unsere Trinkflaschen auf. Auf den nächsten 4 km mussten über 500 Höhenmeter bewältigt werden auf den höchsten Punkt der Strecke (1'131 m.ü.M).
Ein paar wenige Läufer befanden sich noch in unserer Nähe aber schon bald waren wir alleine. Uns gefiel das so, war aber auch ungewohnt einen Wettkampf zu laufen, bei dem es fast keine Zuschauer hat, keine km-Angaben und nur alle 10 - 12 km einen Verpflegungsposten.




Unsere Beine wurden immer schwerer und auch schwitzen wir trotz Wald ziemlich stark. Im Oberschenkel machten sich krampfartige Zuckungen bemerkbar. Zum Glück hatte Sabine Salztabletten mitgenommen, welche die Situation merklich verbesserten. Nachdem es ein paar km steil abwärts ging mussten wir wieder rauf auf 1'080 m.ü.M.  Nach 3Std45 hatten wir die Hälfte der Strecke geschafft, aber frisch waren wir gar nicht mehr. Die steilen Abwärtspassagen drückten schwer auf die Oberschenkel und schnell laufen war nicht drin. Der Weg durch die erste Schlucht gefiel uns trotz schwierigem Untergrund sehr. Zudem hörten wir nur die Geräusche der Natur (Wasser, Vögel, Rauschen des Waldes; Donnern); kein von Menschen verursachter Lärm ausser natürlich unser schweres Atmen.

Bei km 41 ein nächster Verpflegungsposten und  gleich danach ein moralischer Killer.
1.3 km plus 160 Höhenmeter rauf und wieder runter nur um ca. 100 m vom Verpflegungsposten wieder auf der selben Höhe zu sein. Aber es lohnte sich in Anbetracht der schönen Schlucht. In der Zwischenzeit begann es zu regnen; die Luftfeuchtigkeit wurde teilweise fast unerträglich.

Nach 5Std37 erreichten wir die Marathon-Distanz, also noch ca. 15 km bis ins Ziel. Das wird ein weiter Weg werden. Ein ständiges steiles Auf- und Ab zerrte an unseren letzten Reserven. Auch gab es keinen Körperteil mehr welcher sich nicht mit Schmerzen bemerkbar machte. 100 Höhenmeter in einem km runter nur damit es beim nächsten wieder 80 Höhenmeter hoch ging. Ein ständiger Wechsel Gehen - Rennen - Gehen vermochte teilweise die Schmerzen zu lindern, wobei das Anlaufen immer schwieriger wurde.

Bei km 55 ging es nochmals steil hoch nur um ab km 56 für 800 Meter nochmals mehr als 110 Höhenmeter wieder steil runterzulaufen. Manchmal verfluchte ich diese Strecke. Dann endlich befanden wir uns auf dem Startkilometer, das Ziel in greifbarer Nähe. Eine Gruppe von Leute applaudierten uns und wir bekamen Gänsehaut. Noch ein kurzer Sprint (naja, 5m30 pro km) und nach 7Std40 liefen Sabine und ich durchs Ziel. Wir waren k.o. aber glücklich dass es endlich vorbei war. Ankommen in der Zeitlimit von 8Std30 war unser Ziel, welches wir ganz klar erreicht hatten. Es war im Grossen und Ganzen eine sehr schöne Strecke, wobei dieses Auf und Ab auf dem Schlussstück schon sehr hart war.

Nach einem Kaffee ging es zum Duschen und schon bald danach auf die Heimreise. Da sich in der Zwischenzeit unser Magen bemerkbar gemacht hatte, entschieden wir uns via Basel zu fahren und in der Raststätte Pratteln was zu essen. Nach 19:00 waren wir dann zu Hause. Hier noch ein kurzes Video über unseren Lauf:


Jetzt geht es ums regenerieren, da ja nächstes Wochenende ein Waffenlauf-Doppelstart ansteht.

Sonntag, 15. Mai 2011

Intervall-Duathlon, Zofingen

Der einzige Duathlon im 2011 und das an einem verregneten Wochenende.

Alisha war auch angemeldet aber in Anbetracht des Wetters verzichtete sie auf den Start. So fuhren Sabine und ich alleine los. Bei uns war noch schönes Wetter aber in Richtung Zofingen hatte es schon sehr schwarze Wolken. Als wir dort ankamen war es noch trocken.
Zuerst holten wir unsere Startnummern ab und deponierten unsere Sporttaschen in den Garderoben. Danach liefen wir zum Wettkampf-Gelände zurück und stellten unsere Velos in die Wechselzone. Nachdem wir auch die übrigen Utensilien bereitgelegt hatten schauten wir uns noch ein wenig bei den Ständen um. Dann begann es zaghaft zu tröpfeln. Als der Regen immer stärker wurde gingen wir zu unseren Velos und holten unsere bereitgelegten Schuhe sowie den Helm und suchten uns ein trockenes Plätzchen. Leider wurde es auch kälter und so begannen wir bzw. Sabine zu frösteln. Aber kurz darauf war der Spuk schon wieder vorbei. Um 14:00 dann der Start der Männer für den Intervall Duathlon (4-16-4-16-4), 2 min später die Frauen und wiederum 1 min später waren wir von der Short Series (4-16-4) an der Reihe.

Sabine spurtete los und schon bald war sie einige Meter vor mir. Ich lief relativ weit hinten und suchte mein Tempo. Schon bald nach dem Start fing der Regen wieder an und zwar richtig heftig. Sabine war etwa 20 sec vor mir in die Wechselzone eingelaufen. Dort konnte ich sie dann überholen und ich lief zuerst mit dem Rad raus. Ich hatte jedoch Problem mit den Pedalen. Die blöden Schuhe wollten einfach nicht einrasten. Es regnete immer noch heftig und schon bald waren die Füsse von unten her sehr nass. Mir gefiel dieser Regen. Vor allem die Frauen waren ängstlicher in Anbetracht der nassen Strasse und so konnte ich ein paar ein- und auch überholen. Ich wusste einerseits dass ich gegenüber dem Vorjahr einen schlechteren ersten Lauf hatte aber auf dem Rad wollte ich dieses Jahr besser sein. Mit ca. 200 km in den beiden kann ich zwar nicht so viel erwarten. Schon bald erwartete ich dass Sabine zu mir aufschliesst und mich dann "stehen" lässt. Aber sie kam nicht (sie kam auf 40m an mich heran aber musste mich aufgrund von Staus wegen ängstlichen FahrerInnen ziehen lassen).
Am Ende der Abfahrt überholte mich der erste der Männer, Ronnie Schildknecht (späterer Sieger vor Andy Sutz). Ich war mit über 45 km/h für meine Verhältnisse nicht gerade langsam aber ich dachte ich stehe als er mich überholte. Naja, ist auch eine völlig andere Liga. Der Regen hatte mittlerweile aufgehört und so war es auf der zweiten Runde schon fast wieder trocken. Bei der Fahrt übers Kopfsteinpflaster war Vorsicht angetan, da einige vor mir stürzten (habs nicht gesehen, wurde mir später gesagt). Auch die 2. Runde ging eigentlich ganz gut, nur war leider fast niemand mehr auf der Strecke.

Dann endlich in die Wechselzone rein. Nur fand ich dieses Mal meinen Platz nicht und vergeudete wertvolle Sekunden. Auch Sabine tauchte auf und schimpfte, weil so ein Tr.... sein Velo falsch eingeparkt hatte und sie keinen Platz mehr hatte. Ich wollte schnell weg und mich nicht mehr von ihr einholen lassen. Der erste km fühlte sich noch richtig komisch an aber bald fühlte es sich wie rennen. Ich habe mich immer wieder kurz umgeschaut und erwartete Sabine hinter mir. Dann ca. 500m vor dem Ziel tauchte eine "rote" Läuferin auf. Nein, dachte ich mir, ich lasse mich nicht mehr einholen und habe das Tempo erhöht. Das kostete mich ganz schön Kraft aber anhand des Zurufens der Zuschauer wusste ich, dass ich sie distanzierte. Völlig ausgepumpt lief ich nach 1Std09:09 ins Ziel, 40 sec schneller als im Vorjahr (67 sec schneller auf dem Rad; Rest langsamer).
Die rote Läuferin hinter mir war aber gar nicht Sabine. Sie folgte aber nicht viel später und ihre Zeit stand bei 1Std10:06. Dies reichte ihr für den 3. Platz in ihrer Kategorie. Herzliche Gratulation. Auch noch ein grosses Dankeschön an Fritz für die Fotos und die Unterstützung!

Auf die Rangverkündigung wartend haben wir uns noch nett mit Andrea, Benno und ihren beiden süssen Kindern (wobei die beiden zu uns nicht viel gesagt haben ;-)) unterhalten. Andrea war mit 1Std06:37 einiges vor uns im Ziel und Benno war wegen einer Zerrung zum Zuschauen verdammt.

Kurz nach der Rangverkündigung unserer Kategorien haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Mit einem feinen Essen haben wir den Tag ausklingen lassen. Trotz Regen war es ein schönes Rennen und ein netter Nachmittag.

Sonntag, 8. Mai 2011

Schluchseelauf, Deutschland

Was für ein Muttertag:
  • Wetter wie im Hochsommer
  • Ein wunderschöner Lauf um den Schluchsee 
  • Ein tolles Resultat für Sabine: 18,4km in 1Std.27:37 bedeutet 34. von Gesamt 922 Frauen und 4. (von 157) in meiner Kategorie Frauen 40 mit der Startnummer 4004!!!! 
  • Danach lecker was Essen 
  • Auf der Heimfahrt gab's noch ein Eis
  • Zu Hause dann Geschenke von den Mädels
  • und dann noch ein feines Nachtessen
In Anbetracht des warmen Wetters habe ich meine Ambitionen zurückgenommen. Nichtsdestotrotz lief ich mit 1Std31:16 doch noch besser als erwartet. Wir beide waren sehr zufrieden, mit dem Rennen und mit dem Tag.

Sonntag, 1. Mai 2011

4. Domleschger Waffenlauf

2 Tage nach dem Tüfelsschlucht Berglauf stand heute schon der nächste Wettkampf auf dem Programm. Unser Ziel war im Bündnerland, genau in Scharans. Dort fand heute der Domleschger Waffenlauf statt. Ganz früh um 6.15Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Graubünden. Die Fahrt verlief problemlos und wir gönnten uns kurz vor dem Ziel noch einen Kaffee und Gipfeli.

In Scharans angekommen, holten wir unsere Startnummern und das Tenue Grün. Langsam fanden sich immer mehr bekannte Gesichter ein, das Feld der Waffenläufer ist nicht sehr gross, man kennt sich untereinander und es ist eine kameradschaftliche Atmosphäre. Um 10.00Uhr war der Startschuss, ich ging mich vorher noch kurz einlaufen, auch um meine Nerven etwas zu beruhigen. Mein Ziel war es heute unter die ersten drei Frauen gesamt zu laufen, ob es klappen würde wusste ich nicht, da Nelly Merk eine starke "Gegnerin" war.
Punkt 10.00Uhr dann der Startschuss und es ging gleich richtig rasant los. Die ersten 2km gingen praktisch nur bergab und dementsprechend war dann auch das Tempo, der 1.km in 4.24 und der 2.km in 4.40 hoffte ich, dass ich nicht zu schnell gestartet war. Denn jetzt ging es die nächsten 2km bergauf. Uii, das würde ein harter Wettkampf werden und ich fühlte immer die 4. Frau im Nacken. Bei den ersten knackigen Steigungen musste ich immer wieder ins Gehen wechseln, waren doch die 5kg Zusatzgewicht nicht ohne... Die nächsten beiden km waren dann relativ flach und wieder leicht abwärts, bevor es dann kurz nach km 6 wieder eine kleine Steigung zu überwinden galt. Dann konnte man es bis kurz vor km 10 wieder abwärts rollen lassen. Zwischendurch versuchte ich immer mal wieder einen Blick zurück zu werfen, um zu sehen wieviel Distanz zwischen Nelly und mir lag. So sah ich auch Rainer einmal ganz kurz und wusste, dass auch er nicht allzuweit hinter mir lag.

Nach dem rasanten "Abstieg" lagen jetzt auf einem Kilometer 100hm vor uns. Das ging ganz schön in die Höhe und hier war für mich wieder Gehen angesagt, ich konnte hier aber immer mal wieder einen Waffenläufer überholen und auch von den zivilen Läufern auf der Kurzstrecke konnte ich manchen hinter mir lassen. In der Zwischenzeit hatte ich den Höhenmesser auf meiner Uhr eingeblendet um zu sehen, wieviele Höhenmeter noch zu bewältigen waren.... Als es wieder flach wurde und ich loslief, merkte ich, dass sich in beiden Waden Krämpfe ankündigten. Die nächsten Kilometer gingen leicht abfallend auf einer breiteren Naturstrasse durch den Wald. Hier lief ich völlig alleine, der Läufer vor mir war ausser Reichweite und hinter mir war auch niemand zu sehen. Das beruhigte mich einigermassen und ich versuchte so gut als möglich aufzutreten, ohne einen grösseren Krampf zu bekommen. Ca. bei km 13 stand Estelle Weingarten und hat mich nochmals richtig angefeuert, von dort wusste ich, dass ich den 3. Rang Overall schaffen würde. Jetzt ging es nochmals richtig steil runter und ich flog mit einem Grinsen im Gesicht Richtung Ziel. Noch eine kleine Steigung und nach links einbiegen und schon konnte ich in den Zielkanal einlaufen. Juhuuuu der 3. Rang Overall und 2. in meiner Altersklasse, die Uhr blieb bei 1Std.18Min.47Sek. für mich stehen.
Kurz nach mir, mit einer Zeit von 1Std.20Min.16Sek. war auch Rainer im Ziel. Ihm ist der Lauf auch gut gelungen und vorallem hat uns Beiden die Strecke und die Landschaft ringsum sehr gut gefallen. Eine herzliche Gratulation an meinen Schatz für die tolle Laufzeit und ein grosses Danke, dass Du den ganzen Weg hin und zurück gefahren bist!

Nach der Dusche, einem feinen Essen und der Rangverkündigung haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht, damit wir doch noch etwas vom Sonntag Nachmittag hatten. Daheim haben wir uns dann gemütlich zu Fuss nach Herznach aufgemacht, um dort dem Handballturnier des TSV etwas zuzusehen. Und später habe ich dann meine Liebsten noch mit einem Partyfilet verwöhnt.

Ein sportliches und sehr schönes Wochenende geht langsam zu Ende, so könnte es immer sein!