Gästebuch

Herzlich Willkommen auf unserem christrunners Blog! Dies hat nichts mit Religion zu tun ist einfach unser Familien-Name. Unsere Resultate sind auf Datasport zu finden; Fotos auf Picasaweb.

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Sonntag, 22. April 2012

Zürich Marathon - Trainingslauf ?

Eigentlich hatte ich mich entschieden nie mehr den Zürich Marathon zu laufen, da ich 2 Mal schlechte Erfahrung gemacht hatte (starke Magenschmerzen wegen Getränk).

An dem Wochenende stand ein 35 km Lauf auf meinem Trainingsplan und ich erhielt die Möglichkeit eine Startnummer zu übernehmen. So dachte ich, laufe ich halt diese 35 km (oder ein wenig mehr) am Zürich Marathon als Training. Ich dachte ich kann jederzeit aussteigen und die Zeit ist sowieso sekundär. Da ich das Eptinger nicht gut vertrage habe ich die letzten paar Tage vor dem Marathon sogar davon getrunken um meinen Magen "einzustimmen".

Schon um 5 Uhr musste ich raus aus den Federn. Da wir am Vorabend am Wiedlisbacher Lauftag waren und danach noch an Miggu's 1000. Lauf Feier war ich noch sehr müde und die Vorbereitung war ganz anders als optimal. Aber was soll's, ich laufe ja heute einen Trainingslauf.

Kurz vor 6 fuhr ich los, da ich mein Auto am Bahnhof in Kilchberg ZH abstellen wollte und dort dann für eine Station den Zug nehmen. Auf dem Weg dorthin fuhr ich die Seestrasse entlang und sah bei der Landiwiese einen fast freien Parkplatz (ca. 50 Plätze). Kein Parkverbotschild und am Sonntag auch keine Gebühren und schon stand mein Auto dort. Dadurch war ich schon ein wenig früher im Start-/Zielgelände als geplant. Die restliche Zeit verbrachte ich mit den üblichen Vorbereitungsarbeiten und auch mit dem Unterhalten einiger mir bekannten Leute.

Kurz vor dem Start reihte ich mich bei ca. 4Std15 ein, aber als ich all diese Team-Runners vor mir sah entschied ich mich um und stand beim 3Std45 Ballon ein. Dann ging es los, zuerst mit dem üblichen Stop-and-Go. Es ging ein Weile bis ich meinen Rhythmus fand. Dieser lag dann bei ca. 5min20 pro km, also schneller als ich sollte/wollte. Aber ich fühlte mich so gut, obwohl ich "abbremste" immer wieder bei den 5m20 landete. Dann soll es halt so sein, ich werde dann automatisch langsamer.

Zuerst gibt es ja eine Runde durch die Stadt und wieder zurück zu Start-/Ziel. Am Start war es noch trocken, aber schon kurz darauf begann es zu regnen. Zuerst leicht, dann immer stärker. Mit der Zeit bekam ich kalte Hände. Auch der Wind war gar nicht angenehm. Aber besser so als 25 Grad. Die Strecke war betreffend Split-Zeiten in 4 Abschnitte eingeteilt, ca. 10.5 km. Den ersten Abschnitt bin ich in knapp 56 min (5:18/km) gelaufen und es ging mir noch gut. Endlich ging es dann Richtung Meilen, obwohl ich diese Stück gar nicht gerne habe. Mir ist die Strecke zu langweilig, zuviel Beton, nichts Besonderes. Bald rauschten uns die schnellen Kenianer, bereits wieder auf dem Weg nach Zürich, entgegen. Und dann ein wenig später auch die beiden schnellen Schweizer, Christian Kreienbühl (Anna, seine Mutter habe ich am Start getroffen und Fridolin, sein Vater später unterwegs; wir kennen sie von den Waffenläufen etc.), und Patrick Wieser. Später liefen uns immer mehr entgegen. Zu der Zeit lief ich links (also in der Strassenmitte) und wechselte dann auf rechts, weil links nicht sehr motivierend war. Die Halbmarathonmarke passierte ich in 1:52:51, somit lief ich den 2. Teil in 56min53 (5:24/km) und fühlte mich immer noch gut.

Nach ca. 2Std10 passierte ich Meilen (km 24.5). Zu der Zeit lief der Sieger bereits durchs Ziel, aber den Gedanken hatte ich da nicht. Nun ging es zurück Richtung Zürich. Nun sah ich die langsameren Läufer und war froh, so weit zu sein. Langsam fühlte es sich nicht mehr so leicht an. Auch das Laufen auf dem Asphalt bereitete mir Schmerzen. In der letzten Zeit lief ich viel mehr auf Waldwegen und Pfaden, was auch viel mehr Spass macht. Den 3. Teil lief ich in 56min46 (5:23/km) und somit sogar 7 sec schneller als der 2. Teil. Wenn das nur gut geht. In der Zwischenzeit hatte ich mich aufgrund meines Befindes dazu entschlossen nicht die angepeilten 4Std15-30 zu laufen sondern unter 4Std. Somit habe ich den Trainingslauf irgendwo zwischen km 20 und 30 begraben (R.I.P Trainingslauf).

Meine Oberschenkel begannen nun vorne zu schmerzen. Und auf der rechten Seite machte sich so was wie der Anfang eines Krampfes bemerkbar. Schnell eine Salztablette zu mir nehmen um die Situation nicht noch schlechter werden zu lassen. Auch der innere Schweinehund begann sich bemerkbar zu machen. Es wurde immer schwieriger und die vielen LäuferInnen die nun ins Gehen wechselten oder am Strassenrand am Dehnen waren halfen auch nicht wirklich. Endlich ging es links in die Bahnhofstrasse. Endlich km 40, aber die beiden letzten waren einen grossen Krampf. Auch wurde ich langsamer. Aber ich wusste nun, dass ich eine Zeit unterhalb 4 Std laufen werde. Mittlerweile kam sogar die Sonne raus, obwohl ich da lieber einen leichten Regen gehabt hätte.


Endlich war das Ziel in Sicht und nach 3Std48min10sec lief ich durch. Das 4. Teilstück lief ich in 58min33 (5:33/km), also gar nicht so schlecht. Ich wusste aber auch, dass ich die nächsten Tage für diesen Effort noch büssen werde. Ich holte mir noch das Finisher-Shirt und meinen Kleidersack, zog mich um, setzte mich ins Auto und fuhr nach Hause.

Glücklich, aber abgekämpft verbrachte ich den Rest des Sonntags hauptsächlich noch auf dem Sofa. Die nächsten paar Tage ging ich jeweils spazieren, an Laufen war nicht zu denken.

Und es ist schon wieder bewiesen:
einen Trainingslauf in einem Wettkampf laufen GEHT EINFACH NICHT!




Samstag, 21. April 2012

Wiedlisbacher Lauftag

Eigentlich wollte ich ja einen nicht so schnellen 10er Trainingslauf machen. Aber Miggu wird heute in Wiedlisbach seinen 1000. Wettkampf bestreiten und hat uns eingeladen, dies mit ihm und anderen Lauffreunden zu feiern. Also habe ich mich für die 11km angemeldet. Da Rainer am Sonntag den Zürich Marathon laufen wird, hat er von einer Teilnahme abgesehen und uns Läufer als Zuschauer und Fotograf unterstützt.

Viel zu früh sind wir in Wiedlisbach angekommen und haben uns deshalb erst noch einen Kaffee gegönnt. Nach und nach sind die Läufer eingetroffen und nach etlichen Gesprächen mit vielen bekannten Gesichtern musste ich mich dann doch mal umziehen und richtig warmlaufen, damit mein Oberschenkel nicht doch wieder Zicken machen würde.... Um 14.45Uhr erfolgte der Start über 2 Runden. Die ersten zwei Kilometer verliefen leicht abfallend und dementsprechend hoch war das Tempo, danach kommt schon bald ein Anstieg - was aber noch schlimmer war, ein Gegenwind vom Feinsten, das war ein Kampf um jeden Meter, der Wind blies mir so heftig ins Gesicht und nirgendwo ein Läufer hinter dem ich mich hätte verstecken können! Aber es lief mir trotzdem sehr gut und ich hatte richtig Spass am Laufen. Eine Runde war bald geschafft, bei km 4,5 standen Rainer, Gabriele und Ricarda und es war toll ein wenig Unterstützung zu bekommen. Eine kurze Runde durchs Städtchen an der Guggemusik vorbei und schon war ich auf der 2. Runde.

Das zweite Mal war bedeutend härter, ich hatte das Gefühl als würde ich im Stand laufen, so stark hat der Wind geweht. Die Läuferschar hat sich ziemlich auseinandergezogen und ich hatte wieder keinen Windschutz vor mir. Aber auch nach hinten war lange Zeit niemand zu sehen. So kämpfte ich mich alleine über das windgepeitschte Feld. Zum Glück hatten wir dann auf den letzten knapp 2 Kilometern Rückenwind. Da standen dann auch wieder Gabriele und Ricarda und Rici hat mich die letzte Steigung hochgezogen, sodass ich mich fast übernommen hab :-) war echt lieb und hat mich riesig gefreut von den Mädels Unterstützung bekommen zu haben.

Bevor es dann endgültig auf die Zielgerade ging, sass nochmals Rainer und machte Bilder und feuerte mich für den Endspurt an. Endlich die letzte Kurve und den Zielbogen vor Augen. Kaputt aber happy darüber dass mein Oberschenkel gehalten hat und über eine tolle Zeit hab ich die Ziellinie überquert! Für die 11km mit viel Gegenwind habe ich 48Min.22Sek. benötigt, an der Rangverkündigung durfte ich mit dieser Zeit in meiner Kategorie auf den 3. Podestplatz. Cool!!

Nach Rangverkündigung und Verlosung haben wir die Lokalität gewechselt und uns von Miggu und seiner besseren Hälfte Susanne mit Steaks, Salaten, feinem Brot (von Luzia gebacken) und zum Dessert verschiedene Torten, verwöhnen lassen. Danke vielmals für die Einladung und den supergemütlichen Abend im Kreise von unseren Lauffreunden. Miggu gratulieren wir an dieser Stelle nochmals recht Herzlich zu seinem 1000. Wettkampf und freuen uns auf noch viele gemeinsame Wettkampfteilnahmen - wir immer etwas langsamer als er ;-)!!!!

Da Rainer ja am nächsten Tag früh nach Zürich musste, haben wir uns nicht allzuspät auf den Heimweg gemacht. Es war ein absolut erfolgreicher und schöner Tag der einen gemütlichen Ausklang gefunden hat.

Donnerstag, 12. April 2012

GP Fricktal - Osterlauf

Wie jedes Jahr am Ostersamstag fand unser "Heimlauf" statt. Wieder mit am Start war auch unsere Jüngste. Aus diesem Grund mussten wir schon gegen 10.30 Uhr auf dem Wettkampfgelände sein. Alisha war schon sehr nervös und um 11.40 fiel dann der Startschuss für die 1,6km der weiblichen Jugend A. Wohl etwas zu schnell ins Rennen gestartet, musste Alisha auf der zweiten Streckenhälfte wegen Magenschmerzen z.T. ins Gehen wechseln. Trotzdem hat sie tapfer gekämpft und ist schlussendlich erleichtert ins Ziel eingelaufen. Sie hat sich auf dem 24. Rang platziert und hatte doch immer noch 11 Mädchen hinter sich gelassen. Jetzt ist ihr Ehrgeiz geweckt und sie trainiert fleissig für den Powerkids-Wettkampf in Zofingen.

Nach langer Warterei und Schuheinkauf bei Leo ging es für uns um 13.30Uhr auf die 10 Meilen-Strecke. Ich war schon lange nicht mehr so nervös wie vor diesem Lauf. Lag es wohl daran, dass ich in letzter Zeit sehr wenig Wettkämpfe bestritten habe, oder dass es unser Heimlauf war oder einfach daran, dass ich keine Ahnung hatte, was drin liegen könnte.....! Ich habe mir vorgenommen, eine Pace von 4Min30Sec pro km zu laufen und habe mich gleich zu Beginn an meine Uhr gehalten. Auf den ersten 5km nach Oeschgen und zurück kam die Sonne zwischen den Wolken hervor und ich hatte viel zu warm mit meinen 2 Schichten.... Die 2. Schlaufe der Strecke führte viel durch den Wald und hier war es dann wieder sehr angenehm.

Unsere ältere Tochter Jessica und ihr Freund Pascal standen an der Strecke und haben uns tatkräftig angefeuert und Jessica hat ein paar Fotos gemacht. Es lief sehr gut, ich konnte meine Pace halten. Bei km 6,5 war die erste Verpflegung und ich war froh um das Wasser. Bis hier war vom Wind noch nicht soviel zu spüren gewesen, was sich aber im späteren Verlauf noch ändern sollte. Irgendwo im Wald traf ich auf Sandra Zolliker und wir liefen lange Zeit gemeinsam, einmal hat sie gezogen dann ich. Bei km 10,5 kamen wir an die berüchtigte Treppe, ein totaler Rhythmuskiller, hier konnte Sandra mein Tempo nicht mehr halten und ich bin alleine weitergezogen. Oben war dann die zweite Verpflegung, schnell ein Becher Wasser und weiter gings. Jetzt meldete sich der Wind, ich lief vorneweg in einer Dreiergruppe und hoffte, dass die anderen zwei sich auch mal vor mich setzen würden aber denkste.... Nach einer Kurve wurde der Wind noch stärker und ich habe Tempo rausgenommen, sodass meine Windschattenläufer nach vorne mussten. Jetzt habe ich mich etwas hinten angehängt. Nach einer Weile und einem Blick auf meine Uhr merkte ich, dass der Läufer immer langsamer wurde, so habe ich mich wieder nach vorne an die Spitze gesetzt und die Beiden natürlich wieder hinter mir. Bald kamen wir wieder zum Punkt der ersten Verpflegung und dort ging es einen kurzen Anstieg hoch. Hier konnte ich meinen Rhythmus nicht mehr halten und habe gemerkt, dass ich aufpassen musste, um nicht einen Asthma-Anfall zu bekommen. Meine beiden Windschatten-"Schmarotzer" sind einfach davongezogen...ich hatte keine Chance mehr dranzubleiben.

Mein Blick auf die Uhr sagte mir aber, dass ich mein Ziel erreichen würde und so war mir das auch nicht so wichtig. Nach 1Std.12Min.03Sek. bin ich ins Ziel eingelaufen, meine zweitschnellste Zeit bei diesem Wettkampf, Rang 7 in der Kat. und Rang 22 Overall Damen. Ich war mehr als zufrieden. Die Windschattenläuferin hat sich noch bedankt und gemeint, ich hätte ihr leid getan......naja sie hätte sich ja auch mal nach vorne setzen können. Aber ich erkämpfe mir meine Zeiten gerne selber....

Rainer ist nur ganz kurz hinter mir eingelaufen. Er hat sich gequält und ist dafür mit einer neuen persönlichen Bestzeit auf der Strecke belohnt worden. Für ihn blieb die Uhr bei 1Std.12Min.55Sek. stehen.

Nach einer wohltuenden Dusche haben wir uns dem After-Running zugewandt und mit den Läufer/innen aus Niederbipp den gemütlichen Teil des Tages bei Kaffee und Kuchen genossen. Ein erfolgreicher Tag fand dann daheim auf dem Sofa seinen gemütlichen Ausklang!