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Herzlich Willkommen auf unserem christrunners.ch Blog! Dies hat nichts mit Religion zu tun ist einfach unser Familien-Name. Wir sind eine sportliche Familie, nehmen an verschiedensten Wettkämpfen teil. Unsere Resultate sind auf Datasport zu finden.

Sonntag, 2. September 2012

Powerman Zofingen - Longdistance Duathlon World Championships

Zofingen ist der sportliche Höhepunkt unserer 2. Jahreshälfte. Nachdem ich den 100er von Biel mit Erfolg absolvieren konnte, brauchten meine Füsse doch etwas mehr Ruhe als gedacht. Also haben wir die meisten Trainingseinheiten auf dem Rad verbracht. Rainer hat mich sogar dazu gebracht, wieder vermehrt das Mountainbike zu nutzen und es macht mir immer mehr Spass!
Die Vorbereitungszeit ist rasend schnell vorüber gewesen und plötzlich hatte ich doch etwas Angst, dass ich die insgesamt 40km Laufstrecke nicht schaffen könnte, zumal mein Fersensporn mich im Moment zu keiner Zeit in Ruhe lässt. Ich musste im Training auch Läufe abbrechen, weil es einfach zu fest schmerzte, nicht gerade die idealen Voraussetzungen.

Am Wochenende vom 1./2. September war es dann soweit. Die Wetteraussichten waren nicht so rosig und am Samstag gab es Dauerregen. Das hat unsere jüngere Tochter Alisha nicht abgehalten bei den Powerkids zu starten und sie hat sich auch gleich den 2. Rang in ihrer Kategorie geholt. Super gemacht! Leider war es für sie altersmässig die letzte Teilnahme an den Powerkids. Wir haben noch unsere Startunterlagen geholt und haben dann die Zeit bis zur Pastaparty bei meiner Schwester Moni und ihrer Familie verbracht. Sie steht morgen auch am Start in einem Team beim Short-Duathlon wird sie auf der Radstrecke starten. Nachdem wir uns bei der Pastaparty für den kommenden Wettkampf gestärkt hatten, machten wir uns auf den Heimweg, mussten wir doch noch einiges vorbereiten.

Ganz früh um 5.00Uhr ging der Wecker los, ein kurzes Frühstück, Wetter prüfen, die restlichen Sachen packen und schon gings los Richtung Zofingen. Zum Glück hat der Dauerregen vom Samstag aufgehört und es sah so aus, als ob ein kühler aber trockener Wettkampftag vor uns lag. Meine Nervosität stieg und ich habe mich immer wieder gefragt, ob ich auch wirklich gut vorbereitet sei. Die Laufstrecke bereitete mir doch ziemlich Magenschmerzen, da ich mich auf meinen Fuss nicht verlassen konnte.

In Zofingen angekommen, haben wir uns in der Wechselzone eingerichtet und die letzten Vorbereitungen getroffen. Um Punkt 8.00Uhr fiel für die Frauen der Langdistanz der Startschuss. Rainer hatte noch eine Stunde mehr Zeit und so stand er ein paar Mal an der Laufstrecke und hat mich angefeuert. Ich mag die erste Laufstrecke in Zofingen nicht so sehr, gleich rein in eine doch ziemlich heftige Steigung, das liegt mir nicht besonders. Ich hab im Vorfeld bereits zwei meiner "Konkurrentinnen" in der gleichen Kategorie ausfindig gemacht (gemeldet waren insgesamt 4 Frauen) und diese waren jetzt einiges vor mir. Endlich gings zum zweiten Mal rein in die Arena und somit rauf aufs Rad. Da standen die beiden Frauen immer noch bei ihren Rädern und liessen sich viel Zeit mit dem Wechsel. Ich bin vor ihnen aus der Wechselzone und habe sie auf der gesamten Radstrecke nicht mehr gesehen. Ob aber noch jemand aus meiner Kat. unterwegs war, wusste ich nicht.

Es war das erste Mal, dass mein neues Trek bei einem Wettkampf zum Einsatz kam und es machte total Spass damit zu fahren. Auf der 1. Runde waren wir Frauen noch alleine unterwegs und die Beine waren auch noch frisch, dies sollte sich jedoch auf der 2. Runde ändern.


Gleich nach der 1. Durchfahrt in Zofingen kamen die Männer, die Athleten und Athletinnen vom Short-Duathlon sowie die Teams mit auf die Radstrecke und es wurde ziemlich "eng". Zeitweise war es fast nicht mehr möglich die 10 Meter Abstand zum Vordermann einzuhalten und gewisse Teilnehmer wollten dies auch gar nicht....! Ungefähr bei km55 hat mich meine Schwester Monika (welche ja in einem Short-Team fuhr) überholt und mich angefeuert, aber sie hatte ein derart hohes Tempo drauf, dass ich sie schon bald nicht mehr gesehen habe.

Sonntag, 26. August 2012

Fricktaler Waffenlauf

In den letzten paar Monaten ist bei den christrunners das Laufen ein wenig in den Hintergrund geraten. Sabine hatte mit verschiedenen Verletzungen zu kämpfen und im Moment ist es vor allem der Fersensporn, welcher keine Ruhe gibt. Mein Fokus ist seit ein paar Monaten eher beim Mountainbiken bzw. Rennvelo fahren.

D.h. nicht das weniger Sport gemacht wird. An den Fricktaler Waffenlauf über 16.7 km ging Sabine direkt von einem 2-tägigen TaeBo Event im Schwarzwald und ich von der Velo-Schwarzwaldrundfahrt (150 Km, 1600 Höhenmeter). Wir beiden wussten nicht, wie sich dies auf unsere Leistung auswirken wird. Sabine's Fersensporn war ihr grösstes Problem und ich hatte bei einem Sturz gestern ein paar Beulen und Abschürfungen eingefangen.
Wie meistens waren wir frühzeitig am Veranstaltungsort (Kaisten). Neben der Nachmeldung, dem Fassen der Kleider "mussten" noch einige Schwatz abgehalten werden. Bei der Waffenlauf-Familie kennt man sich. 

Um 10:00 erfolgte der Startschuss zu den 2 Runden mit Total 16.7 km. Mehrheitlich flach, ein paar wenige Anstiege, Sonnen- und Schattenpassagen, Teer-, Feld sowie Naturstrassen, also fast alles war dabei. Sabine wollte natürlich ihren Podestplatz vom Vorjahr wiederholen. Und dementsprechend begann sie das Rennen. Ich lief es langsamer an, konnte aber auch aufgrund der 150km in den Beinen gar nicht schneller. Schon bald zog sich das Läuferfeld in die Länge. Ich hatte nach ca. 2 km "meinen" Pacemaker gefunden. Mit ihm lief ich die nächsten paar km. Nach ca. 6 km fühlte sich es wie Laufen an, vorher war es ein Abmühen. Ich hatte meinen Rhythmus gefunden. Aufgrund der doch relativ warmen Bedingungen und vor allem wegen dem Militärtenue waren die Verpflegungsposten sehr willkommen. Noch vor km 7 wurde ich vom Spitzenläufer des 10 Minuten nach uns gestarteten Zivillaufs überholt. In der Zwischenzeit sah ich auch Sabine wieder knapp 100 Meter vor mir. Sie lief ein gutes Rennen und war auf Plan. Dann gings ab auf die zweite Runde. Bei der Verpflegung nahm sie sich mehr Zeit und ich konnte fast zu ihr aufschliessen. Zwischenzeitlich ging es mir recht gut, aber vor allem an der Sonne musste ich mehr kämpfen. Da war der Wind, obwohl auch lästig, doch eine willkommene Abwechslung. In der kleinen Steigung am Waldrand holte ich Sabine ein. Ihr Interesse galt vor allem der nächsten Frau: Wie weit sie noch hinter ihr sei. Ich lief dann ein wenig schneller und überholte, aber Sabine folgte mit nur ein paar Meter Abstand. Dann gings vom Wald wieder raus in die Sonne, die machte mir recht zu schaffen, da ich genau dort eine Krise haben muss. Beim Verpflegungsposten wollte ich zuerst durchrennen, aber habe dann trotzdem angehalten um mir einen Becher Wasser über den Kopf zu leeren. Nun galt es für die restlichen Kilometer auf die Zähne zu beissen. Die 150km, das wenige Lauftraining und das Gewicht der Packung machten sich doch langsam bemerkbar. Trotzdem kam ich den Läufern vor mir noch näher und distanzierte die hinter mir.  Dann endlich das Links-Abbiegen auf das Zielstück. Nicht wie üblich mit Spurt sondern mit gleichem Tempo lief ich nach 1Std27Min47sec ins Ziel. Ausgepumpt aber glücklich. 
Sabine folgte ein wenig mehr als 1 Minute später (1Std29Min5sec) als 3. Frau Overall (2. in der AK) und konnte ihren Vorjahres Podestplatz wiederholen. Herzliche Gratulation.


Nach Verpflegung, Rangverkündigung und Geschwatz ging es nach Hause. Es wartete noch Arbeit auf uns, weil wir ca. 40 Anmeldungen vom Niederbipper Waffenlauf eintöggeln durften.

Sonntag, 8. Juli 2012

Zugspitz Extremberglauf

Schon vor ein paar Jahren kam ich mit der Idee den Zugspitz Extremberglauf einmal zu laufen. Da wir dieses Jahr ganz zufällig (:-)))) in der Gegend in den Ferien weilten wurde diese Idee nun Tatsache. Trotz der Nähe zum Start (Ehrwald) mussten wir bereits um 05:45 aus den Federn und um 06:30 fuhren wir los.

In Ehrwald holten wir unsere Startnummern ab und waren unschlüssig was wir anziehen sollten. Das Wetter war viel schöner als erwartet. Aber 2008 starben ja 2 Läufer wegen Unterkühlung und es könnte ja auch heute kurzfristig umschlagen. Kurz vor Start entschieden wir uns zum Glück nur für eine Lage, aber hatten den Rest natürlich dabei.

Um ca. 09:15 erfolgte der Start. Wegen des guten Wetters haben sich noch fast 200 LäuferInnen nachgemeldet. Sabine und ich entschieden uns einerseits fürs Zusammenlaufen und andererseits fürs Bummeln. Es gab Passagen da hätte ich gerne weniger Leute vor mir gehabt. Aber Einerkolonne war grösstenteils angesagt, es waren scheinbar auch viele Flachländer auf der Strecke.
Schon kurz nach dem Start war es vorbei mit gemütlich, es wurde immer steiler. Aber irgendwo müssen die 2'235 Höhenmeter ja sein bei einer Länge von nicht mal 18 km. Sabine hat wegen dem Asthma mehr Mühe wenn es keine flache Einlaufstrecke hat. Bald kam man mit Gehen schneller voran. Auf den weniger steilen Stücken wechselten wir wieder ins rennen.


Nach der Hochfeldernalm war das erste Mal Gänsemarsch angesagt. Teilweise gab es schon Läufer welche sich in dem Gelände nicht richtig bewegen konnten, da hatte ich mich schon mal genervt.
Aber das Wetter stimmte und wir haben uns ja auf gemütlich entschieden. Ein weiteres Highlight war die Grenze nach Deutschland (Gatterl). Zuerst ging es wieder runter bevor wir schon fast klettern mussten.


Auf den nächsten Kilometern ging es relativ flach voran, aber wegen den vielen langsameren Läufer und der Einerkolonne nicht so schnell wie wir es gerne gehabt hätten.  Bei der Knorrhütte war fertig lustig, der Weg ging steil nach oben und der Untergrund war gar nicht einfach zu laufen gewesen, lauter Geröll und lose Steine. Das kostete zusätzliche Kraft. Langsam machte sich das wenige Training bemerkbar und vielleicht auch noch 1-2 Tafeln Schokolade zu viel! Auch liefen wir einige Mal über grössere Schneefelder, ein Schritt vor und ein halber wieder zurück. Auf dem Foto oben rechts sieht man das Ziel.


Auf Sonn-Alpin wäre bei schlechtem Wetter das Ziel, aber heute nicht (das war gut so). An der letzten Tankstelle vor der  Steigung verpflegten wir uns und dann ging es auf das Teil welches das Attribut EXTREM wirklich verdient. Geröll, Steine, Felsen und Sicherungen mit Stahlseile begleiteten uns auf die letzten 1.7 km und fast 500 Höhenmeter.


Ein Wurm von Läufern schlängelte sich bereits die Wand hoch. Auch wir werden bald ein Teil davon sein. Von gemütlich war schon lange keine Rede mehr, die Strecke verlangte uns einiges ab.

Dann endlich befanden wir uns nicht mehr weit vom Ziel entfernt, welches heute einfach nicht näher kommen wollte. Immer wieder standen Leute von der Bergwacht für die Sicherheit der LäuferInnen, was teilweise auch notwendig war, da gewisse schon komisch hin-und-her schwankten.

Dann noch ein paar Meter und wir liefen ins Ziel, welches wir zuerst nicht als solches erkannt hatten. Wir dachten das sei mal erst die Kontroll-Zeitmatte, aber es war wirklich das Ziel. Nach 3Std53 hatten auch wir es geschafft und konnten kurz die Aussicht geniessen.


Wir fuhren dann bald schon wieder runter nach Ehrwald. Nach dem Duschen machten wir uns auf den "Heimweg" aber nicht ohne uns unterwegs die Bäuche bei einem Grillhouse vollzuschlagen (400 bzw. 300g war der Hauptgang).

Fazit:
Wettermässig hatten wir sehr Glück, aber dadurch hatte es auch zu viele Läufer mit teilweiser fragwürdiger Ausrüstung/Laufart. Es war ein landschaftlich schöner aber harter Lauf (vor allem der Schlussteil), härter als der Inferno Halbmarathon. Zu Beginn zu viel auf geteertem Untergrund. Aber es war sehr cool und schön, es hat sich auf jeden Fall gelohnt. So, jetzt sind wirklich Ferien angesagt.