Gästebuch

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Samstag, 11. Juni 2011

LGT Marathon

Die letzten beiden Jahre liefen wir den LGT bei Regen, Nebel und relativ kalten Temperaturen. Und so dachten wir, dass es dieses Jahr sicher besser sein wird. Weit gefehlt, es regnete bereits vor dem Start und auch während dem ganzen Rennen. Aber das Ganze von vorne:

Weil die Rückfahrt von Malbun via Bus immer so ein Riesengestürm ist haben wir uns entschieden diesmal das Auto in Malbun zu parkieren und dort den Bus zum Start zu nehmen. Da dieser bereits um 7 Uhr losfährt und wir ca. 2 Std. Fahrt hatten hiess dies um 4 Uhr aufzustehen und um 4:45 abzufahren. Die Fahrt verlief ohne Zwischenfall und bereits um 6:30 parkierten wir unser Auto in Malbun. Da einige dieses Angebot wahrnahmen fuhren 2 Busse voller LäuferInnen um 7 Uhr nach Bendern, so auch Renate Werz.

In Bendern angekommen holten wir unsere Startunterlagen ab und tranken noch einen Kaffee plus Gipfeli. Es regnete noch immer, aber wie das Wetter werden wird, war nicht klar. Es stellte sich die Frage ob mit oder ohne Regenjacke. Da der Regen eher noch stärker wurde, entschieden wir mit. Die Zeit bis zum Start haben wir mit Warten im Trockenen und mit Gesprächen vertrieben. Richard Hofer lief zum ersten Mal den LGT. Alain Armbruster war auch wieder dabei. Zusätzlich haben wir uns noch mit Peter Camenzind (Rekordhalter 100 km Biel, 6Std37) unterhalten.

Dann um 9 Uhr endlich der Startschuss. Sabine wollte ähnlich wie 2009 laufen (4Std45) und ich wäre mit einer Zeit um 5Std30 schon sehr zufrieden. Die ersten 10km nach Vaduz sind flach und man muss aufpassen, da nicht zu schnell zu laufen. Sabine habe ich nur auf den ersten paar hundert Meter gesehen und dann war sie weg. Vom vielen Regen hatte es schon sehr viele Pfützen, Zick-Zack Laufen war angesagt. In Vaduz wurde die erste Zwischenzeit genommen, ein wenig über 54 min für die etwas mehr als 10 km waren in Ordnung (meine schlechteste Zeit). Auf den nächsten 11 km sind ca. 1'100 Höhenmeter zurückzulegen. Für mich war somit Gehen angesagt. Oberhalb des Schloss gab es sogar Stau, da der 5Std. Pacemaker mit einigen Leuten im Schlepptau vor mir lief. Mir war es recht, konnte ich mich dadurch ein wenig "ausruhen". Es regnete immer noch und wegen dem Nebel sah man teilweise keine 20 Meter weit.

Bei km 21 war auf dem ersten Teil der höchsten Punkt erreicht und dann ging es runter Richtung Steg, dem Ziel des Halbmarathon Plus. Wegen dem Regen und dem vielen Wasser war der obere Teil der Strecke sehr matschig und tief. Mir hat das sehr gefallen und habe auch keine Angst da mit Vollgas runter zu brettern. Mit einem Jauchzer habe ich mich in die Tiefe "gestürzt" und alle vor mir Laufenden überholt. Dass dies sehr viel Kraft kosten wird, war mir egal. Es hat Spass gemacht. Dann endlich erreichte ich Steg wo es ins Ziel geht (Halbmarathon Plus) oder eben rechts noch ca. 17 km weiter. Knapp unterhalb 3 Std. war meine Zwschenzeit aber ich wusste nicht, wie gut ich im Rennen war. Sabine ist sicher schon einiges vor mir hier durchgekommen (ca. 12 min vor mir).

Ich war gar nicht mehr frisch und bin trotz der vielen Anfeuerungsrufen ins Gehen gewechselt. Kurz danach ging es wieder durch so einen matschigen und nassen Abschnitt. Das hat mir wieder recht gut gefallen. Aber schon ging es wieder aufwärts und Gehen war angesagt. Wegen dem andauerndem Regen war mir langsam kalt und so zog ich das Stirnband und meine dünnen Handschuhe an. Das tat gut. Km 33 und 34 verliefen steil zum höchsten Punkt der Strecke rauf. Ich war froh als ich endlich dort angelangt bin. Jetzt geht es runter nach Malbun wo bei km 37 das Ziel keine 200 Meter weit entfernt ist. Das ist ein Motivationskiller, man hört auch via Lautsprecher die Namen all derjeingen die bereits ins Ziel gelaufen sind. Aber es nützte nichts, auch ich musste noch die 5 km mit ca. 200 Höhenmeter hinter mich bringen. Obwohl ich bereits seit einigen Kilometern auf dem Zahnfleisch lief, war ich doch ca. 3 min schneller als im Vorjahr. In Anbetracht einer neuer Bestzeit bei der 4. Teilnahme pushte ich mich so gut es ging. Aber es fühlte sich weder einfach noch schnell an. Endlich der km 41, von hier geht es nur noch abwärts. Ich nahm all meine letzte Kraft zusammen und spurtete Richtung Ziel. Geschafft, neue Bestzeit von 5Std15Min, drei Minuten schneller. Bin happy, aber auch sehr müde. Ich fragte mich, wie es wohl Sabine ergangen ist.

Mit dem Finisher Shirt und dem Swarowski Geschenk in den Händen holte ich meine Tasche ab und lief dann zum Auto. Im Auto sah ich bei Datasport dass Sabine den Marathon in 4Std48 gelaufen ist, ca. 6 min schneller als im Vorjahr. Herzliche Gratulation. Auf dem Weg zur Dusche sah ich Sabine, sie war bereits beim Haare föhnen. Sie wartete dann auf mich. Nachdem ich geduscht hatte, sind wir noch ins Zelt und haben uns verpflegt. Da haben wir noch Richard gesehen, er lief bei seiner Premiere eine hervorragende Zeit von 3Std52. Well done.

Nach einer kurzen Zeit stiegen wir in unser Auto und fuhren Richtung Hause. Wie jedes Jahr noch einen Zwischenhalt in der Raststätte Sarganserland und um ca. 18 Uhr waren wir zu Hause. Betreffend der Laufzeiten war es ein erfolgreicher Tag aber das Wetter dürfte schon mal besser werden, schon das 3. Jahr hintereinander Regen, Nebel und Kälte.

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