Gästebuch

Herzlich Willkommen auf unserem christrunners Blog! Dies hat nichts mit Religion zu tun ist einfach unser Familien-Name. Unsere Resultate sind auf Datasport zu finden; Fotos auf Picasaweb.

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Samstag, 31. Dezember 2011

Gippingen Stauseelauf

Wie in all den letzten 9 Jahren liefen wir zum Jahresausklang den Gippinger Stauseelauf, ein schneller Lauf über 7.53 km. In Anbetracht der letzten paar Monate (reduziertes Training) und speziell der letzten paar Wochen (Schlemmen) war die Zeit sekundär.

Um ca. 11:00 fuhren wir von zu Hause los. Die Wetteraussichten waren nicht wirklich gut und bereits jetzt regnete es. In Leuggern mussten wir einen Zwischenstopp einlegen um die Startnummern abzuholen. Zum Geschenk gab es ein paar Laufsocken von X-Socks. Weiter ging es nach Gippingen. Zum Glück konnten wir noch einen der letzten guten Parkplätze ergattern. Die Zeit bis zu unserem Start verbrachten wir mit Quatschen, LäuferInnen anfeuern sowie mit unseren Vorbereitungen. Der Regen wurde immer stärker aber die Temperaturen waren noch relativ ok.

Dann um 13:30 der Startschuss. Sabine startete ein paar Meter hinter mir. Wir wussten beide nicht mehr, was schnell laufen bedeutet. Auch haben wir in den letzten paar Wochen mit dem Essen zugeschlagen und ein paar Kilos mehr auf den Rippen. Der erste Kilometer wie immer viel zu schnell gelaufen und schon bald wurde ich von einigen Läufern überholt. Sabine hörte ich ein paar Meter hinter mir und bei km 3 schaute ich kurz zurück und sah sie. Auf den nächsten paar hundert Meter liess ich sie zu mir aufschliessen. Aber eigentlich war ich froh das Tempo zu reduzieren da mir langsam die Puste ausging. Kurz darauf schloss Sabine zu mir auf. Ich dachte mir, dass wir nun bis ins Ziel zusammen laufen könnten aber sie wohl nicht. Auf einmal zog sie an (oder wurde ich langsamer ?) und war schon bald ein paar Meter vor mir. Nein, so einfach gebe ich mich nicht geschlagen und schloss wieder zu ihr auf. Zu der Zeit hatte ich meine Krise überwunden und als dann 2 Läufer mich überholten schloss ich mich denen an. Sabine konnte nicht mehr ganz folgen, aber sie waren nur wenige Meter hinter mir. Sie ist ein wahre Kämpfernatur, ich hätte wohl schon eher aufgegeben. Dann endlich über den See auf den letzten Kilometer und schliesslich dann vom See weg Richtung Ziel. Auf den letzten 300 Meter versuche ich wie immer noch ein paar Läufer zu überholen. Aber dieses Mal schien das recht mühsam zu sein. In 33min31 lief ich durchs Ziel, die 5. beste Zeit bei meiner 10. Teilnahme. Ich war zufrieden. Kurz darauf lief auch Sabine ins Ziel, in 33min45. Sie war zuerst nicht zufrieden, da sie meinte über 34 min gebraucht zu haben. Aber schon kurz darauf konnte auch sie wieder lachen.

Nachdem wir uns umgezogen hatten gingen wir noch an die Strecke und feuerten die jüngeren LäuferInnen an.  Wir teilten uns noch eine Bratwurst sowie einen Nussgipfel. Dann fuhren wir nach Hause und freuten uns auf das feine Essen, welches wir uns ja verdient hatten.

Samstag, 3. Dezember 2011

Gäuer Chlauslauf Härkingen

Traditionell nehmen wir um den Nikolaus-Termin rum immer am Chlauslauf in Härkingen teil. Dieses Mal fiel das Datum auf den 3. Dezember. Ich habe mich im Vorfeld dazu entschieden, dieses Mal beim Hauptlauf mitzulaufen, also die Distanz über 10,3km. Rainer startete im Feld der Jogger/Innen über 5,1km.

Gut 1 1/2 Stunden vor dem Start waren wir in Härkingen und holten unsere Startnummern ab. Wir tranken noch einen Kaffee und trafen auch schon die ersten Mitläufer. Es war so richtig schön gemütlich in der Turnhalle doch so langsam mussten wir uns umziehen und noch ca. 1km laufen bis zum Start. Dort angekommen haben Rainer und ich uns noch auf eine Aufwärmrunde gemacht und den 2. Teil der Strecke mit der markanten Steigung besichtigt. Da ich ja bis anhin auch nur die kürzere Version gelaufen bin, wollte ich vorgängig doch noch die berüchtigte Steigung sehen.....und die hat es wirklich in sich - kurz aber heftig sag ich nur!

Um Punkt 14.00Uhr wurden wir dann auf die Strecke geschickt. Und das ging gleich los wie die Feuerwehr, wusste gar nicht, dass ich noch ein solches Tempo laufen kann nach all den langsamen Läufen in der letzten Zeit :-) ! Es machte Spass und schon bald zog sich das Feld etwas in die Länge. Vor mir sah ich eine Läuferin und nahm mir vor, bis zu ihr aufzuschliessen und wenn's geht sie zu überholen. Ich kam auch immer näher ran und dann war ich auf gleicher Höhe, da fing sie an dagegenzuhalten. Das ging noch eine Zeitlang gut und dann merkte ich, dass ich aufpassen musste, mein Asthma machte sich bemerkbar, es war einfach nicht mein Rhythmus. So liess ich mich zurückfallen und suchte mein Tempo. Schon gings für die Jogger-Kategorie ins Ziel und wir starteten in die 2. Runde. Rainer ist ein tolles Rennen gelaufen und stand bei meinem Durchlauf an der Strecke und hat mich angefeuert.

Noch ein paar Hundert Meter und die Steigung kam, ich musste die letzten Meter hoch ins Gehen wechseln. Oben angekommen gings dann wieder. Es folgte noch eine Passage mit viel Gegenwind und nochmals eine kleinere Steigung. Danach gings leicht bergab und dann nur noch eben bis in Ziel. Kurz vor dem Ziel stand dann auch wieder Rainer und hat mich nochmals kräftig angefeuert. Ich hab dann nochmals den Rest Kraft mobilisiert und bin in der tollen Zeit von 46Min.26Sek. ins Ziel gelaufen. Ziel war so ca. um 48 Minuten, also mehr als erreicht wenn ich bedenke, wieviele kurze, schnelle Trainings ich gemacht habe in letzter Zeit...!

Wir sind dann gleich zurück zur Garderobe und nach der heissen Dusche gings zum gemütlichen Teil über. Mit der Läufergruppe Niederbipp warteten wir bei Wienerli und Kaffee und Kuchen auf die Rangverkündigung. Ich war sehr zufrieden mit meiner Zeit, rechnete aber überhaupt nicht mit einem Podestplatz. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich bei den Damen 40 auf den 2. Rang gelaufen bin, damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet!!! Rainer ist die 5,1km in tollen 21Min.23Sek. gelaufen - tolle Leistung! So ist ein schöner Samstag Nachmittag zu Ende gegangen und wir machten uns wieder auf den Heimweg. Unterwegs gabs noch einen Abstecher auf "unsere" Raststätte Pratteln :-).


Samstag, 26. November 2011

Basler Stadtlauf

Nicht mal eine Woche nach dem Waffenlauf Marathon startete ich am Basler Stadtlauf. Sabine verzichtete darauf, da sie immer noch nicht ganz fit war. Es war bereits meine 10. Teilnahme, d.h. den Lauf mache ich seit ich im 2002 mit dem Running begann. Die ganze Woche lief ich keinen Meter und im Geschäft war ich anfangs Woche auch noch teilweise bis 16 Std. beschäftigt. Ich war gespannt wie es laufen wird.
Wir fuhren mit dem Zug nach Basel. Mein Start war erst um 20:25. In Basel angekommen nahmen wir das Tram Richtung Startnummerausgabe. Nachdem ich die abgeholt hatte, gingen wir an die Strecke um die Läufer zu unterstützen. Dann war es aber Zeit dass ich mich bereit machte für das Rennen und Sabine ging an die Strecke um mich (und andere) später dann anzufeuern. Ich stand relativ früh am Start und wegen der Baustelle auch relativ weit vorne.

Dann um 20:25 der Startschuss und schon ging es los wie die Feuerwehr. Einige fuhren unnötigerweise bereits ihre Ellbogen aus, das nervt. Die Baustelle aber ohne Stau passiert und schon bald ging es die Freie Strasse runter. Ich fühlte mich da noch gut, der 1. km in 3min49 war das Resultat. Kurz darauf passierte ich Sabine, sie feuerte mich an. Den 2. km war schon einiges langsamer, 4min11 und dann kam die berüchtigte Wettsteinbrücke. Ich spürte bereits meine Kräfte schwinden. So ein Tempo bin ich gar nicht mehr gewohnt. Bin dieses Jahr wegen dem Transalpine Run sehr viel langsamer als üblich gelaufen. Auch mein übliches Bahntraining (nach dem Hallwilerseelauf HM) fiel dieses Jahr aus. Der 3. km lief ich in 4min32 was immer noch ok ist. Diesmal konnte ich aber die Freie Strasse runter nicht Gas geben, ich musste mich schonen für das 2. Mal Wettsteinbrücke. 4min22 bzw. 4min51 waren die beiden letzten vollen Kilometer. Bei der Abzweigung in die Freie Strasse zeigte meine Uhr eine Zeit knapp unter 22 min an. D.h. wenn ich mich beeile schaffe ich es noch unter 24 min. Ich nahm all meine Kräfte zusammen und spurtete was das Zeugs hält. Das Ziel schien einfach nicht näher zu kommen. Dann endlich die Abzweigung. Bei 23min45 blieb die Uhr stehen, ich auch und zwar völlig k.o.

Ich war überglücklich trotz allem eine 23er Zeit gelaufen zu haben. Cool. Danke Schatz für die Unterstützung. Ich zog mich dann trockene Kleider an und dann gingen wir Richtung Bahnhof. Dort genehmigten wir uns noch was und dann ging es mit dem Zug und Auto (von Frick) nach Hause. Meine 10. Teilnahme verlief viel besser als ich erwartet hatte. Kurz nach Mitternacht dann müde ins Land der Träume gefallen.

Sonntag, 20. November 2011

Frauenfelder Waffenlauf Marathon - Sabine

Der letzte Waffenlauf der Saison und ich hatte noch einiges vor, wollte ich doch in der Jahresmeisterschaft auf den 3. Platz laufen. Da ich durch unsere Transalpine-Run Teilnahme zwei Wettkämpfe verpasst hatte, musste ich einige Punkte gutmachen, wenn ich mein Ziel erreichen wollte.

Früh machten wir uns auf den Weg nach Frauenfeld, Rainer wusste auf der Hinfahrt noch immer nicht ob er nun starten wollte oder doch lieber nicht...! In Frauenfeld angekommen stand sein Entschluss fest, er würde sich nachmelden - gut so! Im Kasernenareal angekommen, holte ich meinen TAZ und danach haben wir noch gemütliche einen Kaffee getrunken und uns unterhalten. Um 9.30 Uhr hiess es dann im Kasernenhof einstehen und dann begannen die Ehrungen. Danach ging es mit Militärmarschmusik zum Startplatz, wo wir mit einem ohrenbetäubenden Knall aus einer Kanone auf die Strecke geschickt wurden. Gleich gings auch richtig los, Hügel rauf, Hügel runter und dann was für Steigungen, hatte es vom letzten Jahr gar nicht mehr so schlimm in Erinnerung....wie war das mit der Verdrängung von unangenehmen Erlebnissen.... ;-)

Es lief zu Beginn sehr gut bei mir, wohl fast zu gut. In flottem Tempo habe ich die ersten Kilometer zurückgelegt. Auf der ersten Hälfte der Strecke hatte es sehr wenig Verpflegung was ich vom letzten Jahr wusste, so habe ich meine Freundin Manu gebeten uns zu unterstützen. Bei km 8,5 stand sie dann mit der ersehnten Wasserflasche, ein kurzer Schwatz und aufmunternde Worte und schon gings weiter - Danke Manu! Es wurde jetzt immer schwerer das Tempo zu halten und ich wurde langsamer. Bei km 16 machten sich meine Waden bemerkbar, ich nahm rasch eine Salztablette wurde die Krämpfe aber bis zum Schluss nicht mehr los und musste dadurch vorsichtiger laufen. War ich froh, als in Wil die Hälfte geschafft war, eigentlich wollte/konnte ich nicht mehr. Die 5kg Mehrgewicht, der schnittige Renndress, mein Asthma und die Krämpfe in den Waden machten mir das Leben schwer. Aber ich hatte ja ein Ziel und das wollte ich erreichen, also hiess es kämpfen!

Ich hörte immer wieder von Zuschauern, dass ich als 4. Frau unterwegs war - wow, das war ein Aufsteller und ich wollte mir diese Platzierung nicht mehr nehmen lassen. Immer wieder warf ich einen Blick zurück, konnte aber keine Verfolgerin ausmachen. Also gönnte ich mir immer mal wieder ein paar Gehpausen in den ständigen Steigungen - ich war wirklich total geschafft....! Bei Km 40 stand dann nochmals Sepp von der Läufergruppe Niederbipp und hatte ein paar aufmunternde Worte für mich. Nicht mehr weit jetzt, ich konnte die Zielluft schon riechen....die letzten Meter ging es praktisch nur noch abwärts, dann links in das Kasernenareal einbiegen und dann war man schon im Zieleinlauf! Bei 4Std.01Min. blieb die Uhr stehen....mein erster Gedanke "bin ich froh, im Ziel zu sein" - mein zweiter "Mann, wieso nicht etwas schneller damit es unter 4Stunde gereicht hätte...."!! Aber ich war mit meiner Platzierung mehr als Zufrieden. Als 4. Frau erreichte ich das Ziel und in meiner Kategorie wurde ich sogar 2. fast 10 Minuten vor der Drittplatzierten!

Manu stand auch im Ziel und sie begleitete mich an die Siegerehrung, wo ich einen tollen Blumenstrauss, eine riesige Silbermedaille und einen Gutschein erhielt. Langsam begann ich zu frieren und freute mich auf eine heisse Dusche, diese fiel dann lieder nur lauwarm aus! Wir verabschiedeten uns von einigen Mitläufern und Miggu hat mir noch versprochen, dass ich am Abend die Gesamtrangliste erhalten würde, damit ich wüsste, ob es mit der Meisterschaft geklappt hat. Nach einer ruhigen Heimfahrt und einem feinen z' Nacht liessen wir den Abend gemütlich auf dem Sofa ausklingen - und JAAAAAA es hat geklappt. Ich habe die Meisterschaft 2011 auf dem 3. Schlussrang beendet!!

Frauenfelder Waffenlauf Marathon - Rainer

Während den letzten Wochen war ich sehr stark im Geschäft engagiert. Das Training musste ich dadurch reduzieren. Trotzdem beschäftigte ich mich mit einer Teilnahme am Waffenlauf Marathon in Frauenfeld. Ist wie die 100 km Biel als Läufer d.h. am Frauenfelder musst als Waffenläufer mal teilgenommen haben. Aber so ohne richtiges Marathontraining, dann noch mit Zusatzgewicht!
Am Lauftag selber entschied ich mich doch teilzunehmen. Was sollte ich auch sonst machen, einfach nur warten wollte ich nicht (Sabine war ja bereits angemeldet).
Wir fuhren rechtzeitig los und waren unter den Ersten. Ich musste mich noch nachmelden. Sabine holte bereits ihre Uniform ab, was ich bald danach auch machte. Wie üblich plauderten wir noch mit vielen uns bekannten LäuferInnen. Um 09:30 hiess es dann in 4er Kolonnen strammstehen und der Haufen wurde gemeldet. Es wurden einige Ehrungen vorgenommen und dann lief es in Kolonne zum Startplatz.


Um 10:00 der Startschuss, was heisst hier Startschuss, ist ein Kanonenschuss. Relativ langsam startete ich auf die 42.2 km und über 500 Höhenmeter. Schon bereits der 1. km hatte es in sich und die Packung schien schwerer als üblich zu sein. Das ständig auf-und-ab zerrten an den Kräften. Zu Beginn lief es eigentlich noch recht gut. Bei ca. km 9 hat uns Manu mit Getränk und Moral unterstützt. Die km schienen immer länger und steiler zu werden. Ich wusste dass die 2. Streckenhälfte weniger Höhenmeter hat, da ich letztes Jahr den Halbmarathon lief. Endlich dann in Wil angekommen, die Hälfte der Strecke war geschafft. In 2Std11 passierte ich die Halbmarathon Marke. Aber es ging mir gar nicht mehr gut. Schmerzen überall und keine Kraft mehr also auf die Zähne beissen war angesagt. 4 Minuten nachdem ich Wil passiert hatte starteten die Frauen zum Halbmarathon. Schon bald überholten sie mich. Lustig war dass wir als Waffenläufer, obwohl wir teilweise marschierten, sehr grossen Zuspruch bekamen. Man bzw. Frau hatte wohl Respekt vor der Leistung. Dies brachte ein wenig Abwechslung und die Schmerzen traten für eine kurze Zeit in den Hintergrund. Mittlerweile musste ich oft gehen und die Kilometer wurden noch länger. Dadurch spürte ich kaum, dass die 2. Hälfte einfacher ist. Die km-Zeiten stiegen von anfänglich um 6 min nun auf 7.5 min. Mir war das egal. Unter 5 Std wollte ich aber doch sein. Auf den letzten paar km konnte ich mein Kämpferherz wieder aktivieren und lief nun wieder einiges schneller. Noch ein kleiner Spurt zum Schluss und die Uhr stand für mich bei 4Std42min still. Ich war total fertig und Schmerzen hatte ich überall. Aber ich habe es geschafft. Ich war happy.

Nachdem ich geduscht hatte ging ich auf die Suche nach Sabine, welche sicher schon seit einiger Zeit im Ziel war, da sie ja noch auf den 3. Rang in der Waffenlaufmeisterschaft bei den Frauen laufen wollte. Ich fand sie bald und auch die übrigen mir bekannten Mitstreiter. Nach Gratulieren und Verabschieden machten wir uns auf den Heimfahrt, welche ohne Probleme verlief.
Es war ein sehr anstrengender Lauf, aber bin trotzdem happy mit der Zeit. Ob ich das jemals wieder machen werde. Ich Moment steht da ein klares NEIN!

Samstag, 15. Oktober 2011

Hallwilerseelauf - Erlebnislauf

Wie schon im letzten Jahr sind wir auch dieses Mal beim Erlebnislauf am Vormittag gestartet. Es war kalt und neblig. Um 9.15 Uhr war der Startschuss für die Erlebnisläufer, welche dann innerhalb einer Stunde individuell starten können. Da wir den Walkern nicht in die Quere kommen wollten (welche ab 9.30 Uhr starten), standen wir pünktlich um 9.15 Uhr am Start in vorderster Reihe. Wir wollten es eigentlich nicht zu schnell angehen und gemeinsam um den See laufen.

Gleich von Beginn weg sind wir aber in einem zügigen Tempo losgezogen, die äusseren Bedingungen waren zum Laufen optimal und die Strecke direkt am See ist wirklich wunderschön. So sind wir ziemlich regelmässig mit einem 5er-Schnitt gelaufen, Rainer musste mich ein paar Mal "zurückpfeiffen" damit ich nicht zu schnell lief. Aber bald hatte sich das Tempo gut eingependelt und die Läuferschar sich auseinandergezogen.

Nach km10 kam aber ein grosses Hindernis auf uns zu, resp. walkte von uns weg...... Um 10.00 Uhr startete eine neue Walkingkategorie über 11km und so kam es, dass wir nach 50 Minuten Laufzeit ca. 250 Walker/Innen auf einem schmalen Pfad vor uns hatten. Mit lautem Rufen machten wir uns bemerkbar und so kamen wir mit mühsamem Ueberholen an den Walkern vorbei. Für uns sowie für die Kategorie Walking ist das ganz bestimmt keine befriedigende Lösung. Nachdem wir alle Walkenden hinter uns hatten, konnten wir wieder unseren Rhythmus laufen.

Schon kam das Schloss Hallwil in Sicht, hier hatte ich eine kleinere Krise, doch bald lief es wieder recht gut. Ich merkte aber, dass ich wegen meinem Asthma aufpassen musste. Rainer lief es dafür umso besser und so musste ich ihn jetzt etwas bremsen. Auf den letzten 3 Kilometern konnte ich nicht mehr zulegen und auch für den Zielsprint hatte ich keine Luft mehr. Trotzdem sind wir mit einer tollen Zeit von 1Std. 46Min. 10Sek. ins Ziel eingelaufen und das obwohl wir nach dem Transalpine keine schnellen Trainings oder Wettkämpfe mehr gemacht hatten.

Da es sehr kalt war machten wir uns schnell auf zu den Garderoben resp. zum Duschzelt und nach einer heissen Dusche sind wir wieder zurück in den Zielbereich. Im Festzelt haben wir uns verpflegt und mit einem warmen Kaffee etwas aufgewärmt, danach noch ein Besuch an Leo's Stand und dann machten wir uns auf, um an der Strecke einen guten Platz zu haben und den Läufern der Hauptläufe zuzusehen und Rainer machte Fotos.

Nachdem wir die meisten uns bekannten Läufer/Innen abgewartet hatten, machten wir uns ziemlich durchfroren auf den Heimweg. Am Abend waren wir dann noch zu einem feinen Raclette bei meiner Schwester eingeladen.

Freitag, 23. September 2011

Transalpine Run - Danach

Seit wir in Latsch ins Ziel gelaufen sind, sind bereits 2 Wochen vergangen. In dieser Zeit sind wir sehr wenig gerannt.

Der nächste Wettkampf wird der Hallwilerseelauf sein, wobei wir dort wie schon letztes Jahr beim Erlebnislauf starten. Im November wird sicher Sabine den Waffenlauf Marathon in Frauenfeld laufen. Ich habe mich noch nicht entschieden, von Nichtteilnahme bis zum Waffenlauf Marathon ist noch alles drin.

Dienstag, 13. September 2011

Transalpine Run 2011 - Wir sind FINISHER !!!!!!!

Wir haben es wirklich geschafft.

Am 3. September 2011 um 11:00 war in Oberstdorf der Startschuss zu unserem längsten Laufabenteuer, dem GORE-TEX Transalpine Run. Dies ist ein Etappenrennen über 8 Tage von Oberstdorf nach Latsch im Vinschgau. In den 8 Etappen sind neben den 274 km auch noch 15'500 positive und 14'700 negative Höhenmeter zu überwinden. Oftmals waren diese Höhenmeter auf wenigen Kilometer zurückzulegen.

Wir hatten für den Lauf 2 Ziele:
  1. Ankommen in den Zeitlimiten
  2. Nachher noch miteinander sprechen
Beides haben wir geschafft, im Nachhinein gesehen sogar ohne Probleme. Obwohl uns die Zeit egal war, haben wir Wettkampfgeist entwickelt. 320 Teams sind in Oberstdorf gestartet, 88 in unserer Kategorie Mixed. Unser Tagesplatzierungen:

1. Etappe:  63. Rang (Overall 252. Rang)
2. Etappe:  54. Rang (200.)
3. Etappe:  40. Rang (158.)
4. Etappe:  45. Rang (175.)
5. Etappe:  39. Rang (195.)
6. Etappe:  33. Rang (136.)
7. Etappe:  37. Rang (131.)
8. Etappe:  37. Rang (147.)

Wir liefen nach 47 Std 5 min 58 sec in Latsch ins Ziel und durften das begehrte Finisher Shirt in Empfang nehmen.
Während dieser eindrücklichen 8 Tage durften wir die Bekanntschaft von vielen netten und lieben Menschen machen, die wir hoffentlich wieder einmal sehen werden. 

Das Erlebte in Worte zu fassen ist sehr schwer. Auf dem Video sind viele Eindrücke der wunderbaren Natur, die wir auf den vielen Kilometer erleben durften. Teilweise haben wir sie verflucht, aber am Ende bleibt nur Positives.


Nochmals ganz lieben und herzlichen Dank an alle die uns bei diesem Vorhaben unterstützten. 

Sonntag, 11. September 2011

Wir sind FINISHER

Wir haben es geschafft. In 4Std53 sind wir in Latsch ins Ziel gelaufen. Mehr später ...

Samstag, 10. September 2011

Etappe 8: Schlanders/I im Vinschgau – Latsch/I im Vinschgau

Mit der 8. Etappe von Schlanders nach Latsch stellen sich die Teilnehmer des GORE-TEX® Transalpine-Run 2011 der letzten Hürde auf ihrem langen Weg über die Alpen. Der letzte Schlenker der 30,20 Kilometer langen Route, die immerhin noch 1807 Höhenmeter aufweist, führt das Teilnehmerfeld in die Ausläufer der Ortlergruppe und damit in die insgesamt siebte Gebirgsgruppe der Ostalpen. Nach dem höchsten Punkt auf der Göflaner Scharte (2396 m) taucht bald schon das Ziel in Latsch auf, wo die insgesamt 273 Kilometer und 15436 Höhenmetern ihr heiß ersehntes Ende finden.


Freitag, 9. September 2011

Etappe der Ueberraschungen

Wie gestern bereits erwähnt wird diese Etappe sehr schwer werden. Auf dem ersten km durften wir durch ein Gebäude rennen, das war irgendwie witzig. Zum Glück verdeckten lange Zeit Wolken die Sonne. Alle waren gespannt auf den steilen Aufstieg zur Rappenscharte ab km 15. Beim Vpf Posten dann die erste und die positive Ueberraschung, ein grosses Transparent mit christrunners drauf. Später dann noch Sprayereien auf der Wiese, Rainer, Sabine und christrunners. Die Steigung auf den nächsten 5 km war richtig pervers. Zudem kein richtiger Weg nur Geröllhalden. Auf dem Weg dann noch ein grosses Foto von uns sowie eine Mannerschnitte. Das hat uns gefreut. Dann auf dem Gipfel haben wir unseren Fan gesehen, Adam. Wir haben uns sehr gefreut ihn zu sehen und auch seine Unterstützung war uns viel wert. Dann ging es steil runter und auf dieser Strecke hat sich ein Läufer vor uns den Finger gebrochen. Das sah nicht gut aus. Doch wir mussten weiter. Langsam machte sich die Müdigkeit breit und auch die Wärme machte uns zu schaffen. Aber wir waren gut unterwegs, besser als erwartet. In 6Std 20 liefen wir mit Freude ins Ziel. Doch beim Ausgang dann die negative Ueberraschung. Aufgrund der Sprayereien auf der Wiese hat sich der Bauer beschwert und uns wurde mit Disqualifikation gedroht. Das hat unsere Moral in den Keller sinken lassen. Nach einem Gespräch mit dem Streckenchef wurde uns dann gesagt, dass wir keine Konsequenzen zu fürchten haben. Wir waren beruhigt, aber die Stimmung war hin. So machten wir uns zum Hotel und nach einer Weile konnten wir uns wieder freuen. Trotzdem herzlichen Dank an Adam, das hat uns beim Aufstieg zur Rappenscharte geholfen. So, morgen dann die 8. und letzte Etappe. Wir hoffen, dass alles gut geht und wir in Latsch ins Ziel laufen können.

Etappe 7: Mals/I im Vinschgau – Schlanders/I im Vinschgau

Das "Dach der Westroute" wird auf der 7. Etappe überwunden. Von Mals nach Schlanders müssen die Teilnehmer die berüchtigte Rappenscharte (3012 m) und damit die Dreitausendergrenze überqueren, was besonders wegen des extrem steilen Aufstiegs und des annähernd weglosen Geländes oberhalb von 2000 Metern äußerst anspruchsvoll und kräftezehrend ist. Die Route auf dieser Etappe führt bereits durch die Südlichen Ötztaler Alpen und stellt mit dem unglaublich langen Abstieg über die Kortscher Alm nach Schlanders noch einmal eine echte Herausforderung dar.


Donnerstag, 8. September 2011

Schon Etappe 6 durch

Gestern lief es uns nicht schlecht beim Bergsprint. Ich kämpfe ja seit 2 Tagen mit Schienbeinprobleme (Entzündung) und sonst sind wir auch müde. Trotzdem geht es uns noch recht gut. Die heutige Etappe durch die Uinaschlucht war einfach toll. Wettermässig war es gut zum Rennen aber ein wenig schlechter als erwartet. Schon am Morgen war es bewölkt und gegen Ende der Etappe regnete es leicht. Aber das ist unser Wetter. In 5Std2min liefen wir ins Ziel, was den 33. Rang bei den Mixed Teams bedeutete. So weit vorne waren wir noch nie. Morgen dann nochmals eine schwere Etappe, auf 3'012 Meter rauf auf die Rappenscharte. In 5 km müssen über 1000 Höhenmeter zurückgelegt werden. Wir werden ca. 7.5 Std unterwegs sein. Mehr dann morgen ...

Etappe 6: Scuol/CH im Unterengadin – Mals/I im Vinschgau

Mit der Uina-Schlucht, der Überquerung des Schlinigpasses und dem langen Höhenweg zur Plantapatsch-Hütte oberhalb von Burgeis im Vinschgau folgen auf der 6. Etappe drei absolute Highlights mit überwältigenden Landschaftseindrücken. Mit 37,02 Kilometern und "nur" 1332 Höhenmetern zählt diese Etappe zusammen mit der Auftaktetappe zu den zwei "leichtesten" Etappen auf der Westroute des GORE-TEX® Transalpine-Runs. In Mals sind mit der Durchquerung des Unterengadins und der Sesvennagruppe bereits fünf eigenständige Gebirgsgruppen durchlaufen.


Mittwoch, 7. September 2011

Etappe 5: Scuol/CH im Unterengadin "Bergsprint"

Am fünften Tag sind besonders die Bergläufer unter den Teilnehmern gefragt: Bei einem Bergsprint von Scuol auf die 2.130 Meter hohen Motta Naluns zählt neben Ausdauer und Kondition vor allem die Berglauf-Technik der Läufer. Der steile Anstieg über 6,19 km und 936 Höhenmetern auf unebenem Untergrund wird den Sportlern alles abverlangen. Das optimale Programm für den ersehnten "Ruhetag" auf der Westroute.


Dienstag, 6. September 2011

Die härteste Etappe

Die heutige Etappe hatte es in sich. Wettermässig kein Vergleich zu gestern, bereits am Morgen schönes Wetter aber nur 4 Grad. Schon beim Aufstehen war uns klar, dass es heute hart werden wird. Die letzten 3 Tage hatten es in sich und speziell gestern mit dem Dauerregen. Dies hat uns zwar gefallen und sind auch gegenüber unserer Konkurrenz besser platziert gewesen. Das wird heute wieder anders sein. Das macht uns nichts aus, den Ankommen ist das Motto.

Die ersten 15 km ging es rauf, von Galtür (1589m) auf den Futschölpass (2768m). Da lief es einigermassen ok, aber die Beine waren schon schwer. Kaum oben schon wieder runter auf 1980 m und nur damit es direkt wieder rauf auf den Piz Clünas (2793m) ging. Da mussten wir stark kämpfen und Sabine hatte auch noch Mühe mit dem Atmen (wegen Asthma). Aber als wir oben standen, ging es wieder besser, zumindestens moralisch. Die Beine waren fix und fertig und auf den letzten 12 km ging es 1600 m runter! Dazwischen gabs noch ein kurzer Abstecher wieder rauf zu Motta Naluns. Diese Strecke werden wir morgen beim Bergsprint in die andere Richtung in Angriff nehmen.
Auf den letzten paar km hat uns der Wettkampfgeist gepackt und haben noch einige Teams ein- und überholt. Das war schon in den letzten beiden Etappen so. Nach ca. 7 Std 29 min liefen wir ins Ziel und zwar mit einem Sprint (!). Ich wollte einmal vor Sabine im Ziel sein, mal schauen ob's geklappt hat (hat nicht, aber sie war hinter mir ;-))

Die Hälfte der Etappen sind vorbei und uns gehts den Umständen entsprechend gut. Bis jetzt lief es uns besser als wir es erwartet hatten. Mal sehen, was die 2. Hälfte so noch bringt.

Etappe 4: Galtür/A im Paznauntal – Scuol/CH im Unterengadin

Auch die 4. Etappe hat es in sich und erwartet die Läufer mit knapp 40 Kilometern und 2339 Höhenmetern. Nach dem rhythmischen Auftakt auf einer stetig ansteigenden Forststrasse durch das Jamtal bis zur gleichnamigen Hütte wird auf beste Trails gewechselt, die zum Futschölpass (2.768 m) und weiter zur Schweizer Grenze führen. Von hier folgt der lange Abstieg zur Alp Valmala bevor es wieder steil bergauf auf den 2.793 Meter hohen Piz Clünas geht.


Montag, 5. September 2011

Regen nichts als Regen

Der heutige Tag ist betreffend Wetter schnell erzählt. Starker Regen während der ganzen Etappe. Viele Wegabschnitte (das waren teilweise keine Wege) waren mit Wasser überflutet. Sabine stürzte einmal, schlug ihren Arm auf, was höllisch schmerzte und fiel in eine Wanne voll Wasser. Zum Glück passierte nichts Ernstes. Uns gefielen die erschwerten Bedingungen und liefen dadurch schneller als gedacht. Nach 6Std46 liefen wir ins Ziel, k.o. und zudem frierte es uns. Nach einer heissen Dusche ging es uns langsam besser. Morgen nochmals 40 km mit vielen Höhenmeter nach Scuol in die Schweiz. Ich erwarte einen langen und harten Tag!

Etappe 3: Schruns/A – Galtür/A im Paznauntal

Konditionell fast auf Augenhöhe mit der Königsetappe bietet die Etappe von Schruns nach Galtür exzellente und schier endlose Trails auf dem so genannten "Wormser Höhenweg" hoch über dem Montafon. Eine satte Marathondistanz sowie 2672 Höhenmeter später laufen die Teilnehmer in Galtür ein und befinden sich damit schon mitten in der Silvrettagruppe in den Zentralalpen. Die 3. Etappe ist läuferisch wahrscheinlich eine der Highlights auf der gesamten Route des GORE-TEX® Transalpine-Run 2011.


Sonntag, 4. September 2011

Hammeretappe ins Ziel gebracht!

Wir haben es geschafft!!! In 9Std42min haben wir die Hammeretappe ins Ziel gebracht. Es war hart aber wegen dem Wetter (wenig Sonne später Regen) war es doch angenehmer als erwartet. Mal sehen was das für Morgen bedeutet, wir sind ja fast 3'000 Meter steil nach unten gerannt.

Etappe 2: Hirschegg/A – Schruns/A

Die Etappe von Hirschegg nach Schruns ist die Königsetappe des GORE-TEX® Transalpine-Run 2011. Harte 53 Kilometer und 2481 Höhenmeter bedeuten eine extreme Herausforderung, wobei bereits das Ankommen in Schruns innerhalb des Zeitlimits eine Höchstleistung darstellt. Beste Wanderwege und anspruchsvolle Trails führen durch eine eindrucksvolle Hochgebirgslandschaft. Mit den Allgäuer Alpen, den Lechtaler Alpen und der Verwallgruppe werden in dieser Etappe alleine drei Gebirgsgruppen durchquert.


Samstag, 3. September 2011

1. Etappe geschafft - war sehr heiss

Um Punkt 11:00 erfolgte der Start zur erste Etappe mit dem Lied Highway to Hell. Wir haben uns zuvor noch mit Janina und ihrem Mann unterhalten. Sie waren letztes Jahr schon dabei und wagen es dieses Jahr wieder. Die ersten km liefen wir durch Oberstdorf und schon bald ging es rauf. Die meisten wechselten da ins Gehen, wir auch. Bald schon machte uns die Hitze zu schaffen. Die morgigen Etappe ist fast doppelt so lang, daa können wir uns gar nicht vorstellen. Bis zur ersten Verpflegung bei km 11 war die Steigung moderat und hauptsächlich im Wald. Was Neues für uns bei der Vpf, wir mussten Anstehen, ein riesen Gedränge! Mehr als 9 Minuten brauchten wir da. Dann ging es richtig steil rauf und zwar im Gänsemarsch. Weit vorne sahen wir einige Mitstreiter und dachten, was, da müssen wir rauf?! Endlich die Fiderepass-Hütte vor uns, der höchste Punkt auf dieser Etappe. Dann ging es steil runter und zwar nicht in Serpetinen sondern gerade. Das kennen wir so noch nicht und wird wohl noch öfters vorkommen. Teilweise mussten wir fast klettern, gesichert durch Seile. Bei km 21 dann der zweite Vpf Posten. Bei diesem Wetter waren die wenigen Vpf Stellen ein Problem. Jetzt sind wir erst steil runter gelaufen und schon ging es wieder steil hoch. Einige Serpetinen in der prallen Sonne wieder rauf, es zerrte an unseren Kräften. Ich war durch die heisse Sonne richtig fertig und auch Sabine hatte ihre Probleme. Nach dem steil hoch wieder steil runter (wird wohl Standard sein diese Woche) Richtung Hirschegg. Aber auch hier ist die Streckenführung nicht nett denn zum Ziel ging es wieder steil hoch. Nach ca. 5Std45 sind wir ins Ziel gelaufen und haben uns dann mit Cola, Wasser, Kaffee und Kuchen eingedeckt. Dann im Gras liegend mit einigen gequatscht und bald dann zum Hotel in die Dusche. Morgen starten wir ja schon um 07:00 zur Hammeretappe. Ob wir da in der Zeit durchkommen ? Mehr dann später, drückt uns die Daumen. Danke.

Etappe 1: Oberstdorf/D – Hirschegg/A

Schon der Auftakt zum 7. GORE-TEX® Transalpine-Run hat ein anderes Gesicht als noch vor zwei Jahren. Die Westroute startet mit sehr vielen Trail-Anteilen und äußerst abwechslungsreich ins Kleinwalsertal. Über die Allgäuer Alpen und die Fiderepass-Hütte (2060 m) geht es ins Ziel nach Hirschegg. 27 Kilometer und 1806 Höhenmeter im Aufstieg sind ein idealer Auftakt für die folgenden "Hammer-Etappen".


Donnerstag, 1. September 2011

nach Oberstdorf

In ca. 1 Std werden wir nach Oberstdorf abfahren und hoffen, dass wir alles dabei haben. Wir kommen !

Jeweils nach jeder Etappe werden wir versuchen ein paar Zeilen zu schreiben wie es uns ergangen ist. Unser Ziel heisst gesund Ankommen und alles andere ist sekundär. 

Sachen sind gepackt - Morgen geht's nach Oberstdorf

So, unsere Sachen für den Transalpine Run sind gepackt. Dies war bereits eine erste Herausforderung und wir wissen nicht, ob wir wirklich alles dabei haben was wir dabei haben sollten. Morgen geht's dann ab nach Oberstdorf um unsere Startunterlagen und auch unsere Tasche abzuholen. Was nicht in diese Tasche passt muss entweder mitgetragen werden oder bleibt halt im Auto.

So sah das bei Sabine aus; bei mir aber nicht viel anders

Auf Fotos von früheren Veranstaltungen haben wir gesehen, dass einige Teams mit Team-Kleidern unterwegs sind, also beide tragen das selbe. Wir haben zwar auch zum Teil gleiche Oberteile aber für die Repräsentation unseres Teams haben wir uns diese Jacke zugetan:


Sonntag, 28. August 2011

Gisliflue

Aufgrund des schönen Wetters bin ich doch nochmals auf die Gisliflue gerannt. Es hat sich gelohnt!

Samstag, 20. August 2011

Inferno Halbmarathon - Europameistermeisterschaft Extrem Berglauf - Trainingslauf

In den letzten paar Jahren bin ich 4 Mal auf dem Schilthorn gewesen; 3x Inferno HM und 1x vor dem JM-Marathon. Jedes Mal war das Wetter so, dass es sehr viele Wolken hatte (einmal sogar Schnee) und somit von der schönen Aussicht nicht viel zu sehen war. Wegen dem Transalpine Run am 3. - 10. September und auch dem Hammer-Training der Vorwoche (155 km und 5000 Höhenmeter) wollten wir keinen Wettkampf mehr laufen. Doch der Wetterbericht sah so toll aus, dass wir uns kurzfristig dazu entschieden hatten am Inferno Halbmarathon zu starten.

Extrem - das sagt doch schon alles, oder !
Um 05:00 schrillte schon der Wecker und nach den Vorbereitungen fuhren wir um 06:00 los. Unser Ziel war der Parkplatz der Schilthornbahn in Stechelberg, welchen wir auch vor 8 Uhr ohne Probleme erreichten. Dort nahmen wir dann das Postauto nach Lauterbrunnen und nach einem kurzen Marsch waren wir schon beim Startgelände wo wir uns nachmeldeten. Die Zeit bis zum Start verbrachten wir mit Vorbereitungen, Kaffee trinken, Quatschen (u.a. trafen wir das erste Mal Jeannine Iseli) und mehreren WC Besuchen.


Um 10:15 dann der Start. Sabine und ich haben uns entschlossen miteinander den Lauf zu absolvieren und ihn wirklich als Training zu laufen. Wir reihten uns hinten ein und liefen relativ gemächlich los. Wegen dem Wetter haben wir uns beide für ein Singlet T-Shirt entschieden, aber schon bald schwitzen wir wie die S...!! Zum Glück liefen wir zwischendurch im Wald, was aber nicht wirklich viel Abkühlung brachte. Abwechselnd laufend und gehend ging es Richtung Mürren. Während dem Aufstieg haben wir noch Paul Gfeller gesehen. Er lief den letzten Teil des Staffel-Halb-Marathons. Den km 10 passierten wir nach 1Std21 und etwas mehr als 800 Höhenmeter waren zurückgelegt. Nun ging es relativ flach nach Mürren. Nach 1 Std 38 überquerten wir die erste Matte der Zeitmessung. Von hier (km 13) aus ging es nun Richtung erster grosser Hürde, dem Kanonenrohr. An rennen war gar nicht mehr zu denken, so steil geht es da rauf. Nach 2 Std. passierten wir die Höhenlücke, wo auch der Start des 3. Staffelläufer war. Paul Gfeller haben wir da gerade noch gesehen und 2 min. später düste er an uns schon vorbei. Auch wir machten uns auf den Weg um das gefürchige Kanonenrohr hinter uns zu bringen. Die Sonne brannte auf uns nieder und alle Getränke die wir zu uns nahmen flossen in den nächsten Minuten als Schweiss schon wieder aus uns raus. 


Durch das langsamere Tempo fühlte es sich lange Zeit relativ easy an, aber das hat nun auch ein Ende. Trotzdem liefen wir in einem stetigen Tempo (eher Kriech-Tempo) den Berg hinauf. Zu dieser Zeit war der erste (Markus Jenni, Deutschland) bereist auf dem Schilthorn, was uns aber nicht weiter beschäftigte. 16m21 bzw. 18m30 waren die Zeiten für die km 16 und 17. Die Schilthornhütte passierten wir nach ca. 2Std44 und auf den nächsten paar Meter ging es sogar ein wenig abwärts aber nur damit es dann viel steiler wieder aufwärts geht. Beim letzten Verpflegungsposten auf ca. 2'600 m.ü.M stärkten wir uns noch, um den letzten km mit ca. 400 Höhenmeter unter die Füsse zu nehmen. Zu Beginn lief es gar nicht so schlecht, aber auf den letzten paar hundert Laufmeter hatte ich eine Krise. Sabine lief es nicht so schlecht. Ich musste zweimal anhalten und mir eine kleine Pause gönnen. Dann endlich die Treppe in Sicht, welche ich auf allen Vieren erklomm. Sabine und ich liefen dann Seite an Seite ins Ziel. Bei beiden zeigte die Rangliste eine Zeit von 3:38.51,6 auf den Zehntel genau die selbe Zeit! Für den letzten km brauchten wir über 21 min ! In Anbetracht des Wetters und der Vorbereitung eigentlich gar nicht mal so schlecht.

Blick auf Eiger, Mönch, Jungfrau und unten rechts auf die Strecke (rote Absperrung)
Es hat uns trotz der Strapazen sehr gut gefallen und die Aussicht (es hatte zwar ein paar Wolken) entschädigte uns für vieles. Dann holten wir unser Finisher T-Shirt (cooles Teil) und unseren Kleidersack ab. Nach dem Umziehen gönnten wir uns im 007-Restaurant noch ein Sandwich und was anderes zu trinken als Iso. Später fuhren wir mit der Gondel nach Stechelberg zu unserem Auto und dann Richtung Heimat. Der obligate Ess-Zwischenhalt durfte natürlich nicht fehlen. So gegen 19:30 waren wir dann zu Hause.

Es war ein schöner Tag in allen Belangen. In 2 Wochen werden wir jeden Tag mindestens solch ein Lauf absolvieren müssen. Ob es gut geht ?

Mittwoch, 10. August 2011

Transalpine Run 2011 - noch ca. 3 Wochen

In ca. 3 Wochen ist es soweit.

Wir, das christrunners Team starten zum wohl grössten Laufabenteuer  unserer "Karriere", dem Gore-Tex Transalpine Run.  Die Nervosität aber auch die Freude steigt von Tag zu Tag. Zur Zeit sind wir in einer speziellen Trainingswoche. Jeden Tag laufen wir entweder 2 Std. oder 3 Std. im Gelände. Heute war der 3. Tag, an welchem wir 2 Std. liefen und morgen dann wieder ein 3 Std Lauf. Am Samstag oder ev. Sonntag werden wir  ca. 18 Std gelaufen sein. Zwar mit langsamen Tempo aber auch mit Höhenmeter.

Hier mal ein paar Angaben zum Lauf:
Karte

Höhenprofil

Samstag, 30. Juli 2011

K78 - Swissalpine Davos

Kaum aus unseren Sommerferien aus Kreta zurück, bleibt uns ein Tag um aus- und wieder einzupacken und uns an die kalten Temperaturen in der Schweiz zu gewöhnen. Früh am Freitag Morgen haben wir uns auf den Weg nach Davos gemacht. In Klosters gabs noch einen kurzen Kaffeehalt und dann haben wir in Davos direkt unser Hotelzimmer bezogen und uns dann zu Fuss zum Kongresszentrum aufgemacht. Vorher gabs aber noch einen feinen Teller Risotto.

Nachdem wir unsere Startnummern abgeholt haben, haben wir uns noch die verschiedenen Stände angesehen und auch noch ein paar bekannte Gesichter getroffen und ein wenig geplaudert. Danach haben wir uns wieder Richtung Hotel aufgemacht, unterwegs noch etwas eingekauft und einen Kaffee getrunken. Später haben wir uns etwas hingelegt, lag doch am nächsten Tag eine grosse Strecke vor uns.... Zum Abendessen haben wir uns einen Teller Spaghetti gegönnt und sind dann früh zurück ins Hotel. Dort haben wir alles für den nächsten Tag bereitgelegt und sind dann bald ins Bett. Am nächsten Morgen klingelte unser Wecker um 4.45Uhr und wir nahmen unser Frühstück im Zimmer ein (das Hotel hat das Frühstück auf 6.00Uhr festgelegt, was für uns zu spät war da wir um 7.00Uhr starteten). Um kurz nach 6.00Uhr machten wir uns auf den Weg zum Eisstadion. Dort angekommen gaben wir unsere Tasche für Bergün ab und schon bald war es Zeit an den Start zu gehen. Zu "Conquest of Paradise" gings pünktlich um 7.00Uhr auf die Strecke.


Rainer und ich habe uns vorgenommen, diesen Lauf gemeinsam zu laufen. Für mich war es mal wieder schwer, am Anfang nicht zu schnell loszustürmen zumal die ersten Kilometer gut zu laufen sind und zu einem schnelleren Tempo verleiten. Bei Rainer stellten sich schon bald erste Beschwerden ein, er hat schon seit Wochen mit dem Knie Problem und auch die Arthrose macht ihm immer wieder mehr oder weniger zu schaffen. Bis Filisur ging alles noch recht gut aber dann wurde unser Tempo immer langsamer und wir sind sehr oft gegangen. Wir wurden nur überholt und es kostete mich viel Mühe mein Tempo an das von Rainer anzupassen.

Beide sind wir den K78 schon einmal gelaufen und wir waren auf die Streckenänderung in diesem Jahr gespannt. Die erste war schon früh zu Beginn. Um einem Stau auszuweichen liefen wir bis Spina auf der breiteren, asphaltierten Strasse. Der Belag und auch das ständige Auf und Ab behagte uns nicht so. Hier wurden wir aber mit einem herzlichen Willkommen begrüsst und die grossen Kuhglocken schickten uns mit lautem Gedröhne auf die weiteren Kilometer. Die Strecke führte immer leicht steigend dann wieder runter auf Wanderpfaden oder auf breiten Schotterwegen, wie in der Landwasserschlucht. Schon lag das Wiesener Viadukt vor uns, ein wenig mulmig war mir schon, als wir darüber liefen, waren wir doch nur durch einen Gitterrost vom Abgrund getrennt..... Die grösste Aenderung war dann zwischen Filisur und Bergün. Anstatt auf der breiten Strasse hochzulaufen führte die Strecke auf einem steilen Bergpfad hoch zum Crestas da Buel. Rainer hatte ziemlich Probleme und wir sind die meiste Zeit gewandert. Auf der Passhöhe waren wir etliche Höhenmeter weiter oben wie Bergün lag. Also mussten wir alles wieder runter laufen. Auch mir fiel das Runterlaufen immer schwerer, ich fühlte die Schläge auch schon ziemlich in den Knien. Von weit oben sahen wir das Effektendepot wo wir einen Sack mit Wechselkleider deponiert hatten. Ich bin etwas vorgerannt und habe unsere Taschen organisiert. Rainer hat inzwischen den Entschluss gefasst, dass es besser wäre, wenn wir jedes für sich alleine weitermachen. Er hat sogar von "aufgeben" geredet.

So habe ich mich dann alleine auf den weiteren Weg gemacht und gehofft, dass mein Schatz den Rank findet und den Weg nach Davos fortsetzt. Da ich bis Bergün in gemässigtem Tempo unterwegs war, fühlte ich mich noch recht frisch und konnte die nächsten 10km fast durchlaufen. Ein tolles Gefühl soviele LäuferInnen zu überholen, darunter auch viele K42er die erst gestartet waren. Kurz hinter Chants ist es dann vorbei mit rennen, jetzt geht es richtig los... Der breite Weg geht über in einen schmalen und steilen Bergpfad. Hier wird im Gänsemarsch jeder Höhenmeter erkämpft und die Vegetation wird immer karger. Wir laufen inmitten einer Steinwüste, doch wenn man genau hinsieht strecken immer wieder Blumen ihre Köpfe zwischen den Steinspalten hervor. Dann plötzlich hat man die Sicht frei zur Keschhütte, doch noch sind ein paar Höhenmeter zu bewältigen. Das Wetter hat sich in der Zwischenzeit auch verschlechtert und ein erster Regenguss hat mich beim Aufstieg zur Keschhütte begleitet. Auch der Wind hat stark zugenommen und es wird etwas ungemütlich. Endlich passiere ich die Zeitmessmatte und werde dort von Roland Strohmeier mit einem Händedruck begrüsst. Es tut gut ein bekanntes Gesicht zu sehen und ein paar aufmunternde Worte zu hören.

Zum Glück werden hier Plastik-Mäntel von der Migros verteilt - ein grosses Danke dem edlen Spender!!! Dankbar lasse ich mir einen überstreifen und dann verpflege ich mich noch kurz und schon geht es weiter Richtung Sertigpass. Von 2'630MüM geht es jetzt wieder ca. 200hm runter und danach folgt eine relativ flache Passage Richtung Ravaischsee. Hier laufe ich wieder in einer Kolonne und komme einfach nicht nach vorne. Langsam wird mir richtig kalt und ich mache mich schliesslich doch bemerkbar und husche an den 3 Läufern vor mir vorbei. Jeder Schritt muss genau passen und die Beine sind doch schon sehr müde. Nach der Umrundung des Sees geht es wieder in eine mächtige Steigung Richtung Sertigpass. Man konnte die orangen Regenmäntel schon von Weitem sehen, die Karawane zog sich wie eine Perlenschnur den Berg hoch. Noch diese Steigung, dann war die Höhe praktisch geschafft. Endlich sehe ich den Verpflegungsposten in dieser trostlosen, nassen, windigen und nebligen Einöde. 2'740MüM gönne ich mir jetzt erstmal eine Cola und eine heisse Bouillon. Lange halte ich es nicht aus, der Wind ist einfach zu kalt. Ich mache mich auf den Abstieg und der hat es wirklich in sich. Technisch ziemlich anspruchsvoll geht es über grössere Felsbrocken und der Pfad ist steil und schmal. Viele Läufer haben Angst resp. Respekt und dadurch kommt es auch hier wieder zu Staus. Mir macht dieses Stück grossen Spass, noch schöner wäre es gewesen, wenn ich mein Tempo hätte laufen können.


Mit jedem Meter den ich dem Tal näher komme steigen auch die Temperaturen wieder an und ich befreie mich von meine orangen Mäntelchen. Beim Verpflegungsposten auf der Chüealp nimmt mir ein aufmerksamer Streckenposten den Mantel gleich aus der Hand. Ich verpflege mich ganz kurz und rolle weiter Richtung Tal. Es läuft richtig gut jetzt, das relativ sanfte Gefälle lässt mich wieder ein gutes Tempo laufen. Irgendwo unterwegs steht noch Marianne Balmer an der Strecke und feuert mich an und meinte, dass ich noch frisch aussehe....ja mein Pokerface! Frisch fühlte ich mich schon länger nicht mehr aber es ging mir doch recht gut. Endlich kam ich in Sertig Dörfli an. Auch hier wieder kurz verpflegt und wieder los. Jetzt hiess es noch das Sertigtal nach vorne zu laufen und dann nach Davos.

2008 bin ich den K78 schon einmal gelaufen, da aber die Strecke über den Scalettapass und zum Schluss läuft man das Dischmatal nach Davos. Das Sertigtal verläuft parallel zum Dischmatal getrennt durch eine Bergkette. Die Strecken sind jedoch grundverschieden. Das Dischmatal verläuft sanft mit nur kleinen Coupierungen Richtung Davos. Nicht so das Sertigtal, welches viel wilder und rauer ist. Auf einem schmalen Pfad mussten wir uns durch den Wald durchschlängeln. Immer wieder Höhenmeter rauf damit es hinter der nächsten Biegung wieder runter geht...... Hier musste ich sehr kämpfen, aufwärts und flach war nur Gehen möglich, abwärts konnte ich es dann wieder etwas rollen lassen. Die Strecke ist ja eigentlich wunderschön aber zu diesem Zeitpunkt wäre mir eine breitere möglichst ebene Variante lieber gewesen!

Endlich konnte man durch die Bäume hindurch einen Blick auf Davos werfen. Das Eisstadion war plötzlich ganz nah aber wir mussten da noch dran vorbeilaufen ans andere Ende von Davos dann nochmals eine Schlaufe im Wald und endlich gings hinter dem Golfplatz auf die Strasse runter. Jetzt noch knapp 2km, das zog sich ziemlich in die Länge zumal die Strecke hier auch absolut nichts zu bieten hatte, was einem etwas ablenken konnte. Dann kam die letzte Biegung auf die Gerade Richtung Stadion. Und plötzlich hörte ich meinen Namen und sah ein paar Läufer der Läufergruppe Niederbipp - wow war das schön so Empfangen zu werden. Jetzt lief ich ins Stadion ein und genoss die Emotionen die in mir hochkamen. Wo war wohl Rainer, ist er weitergelaufen, wird er es auch schaffen??? Soviele Fragen und ich überquerte die Ziellinie und konnte meine Tränen fast nicht zurückhalten. Schnell die Sonnenbrille angezogen, wie gerne hätte ich jetzt meinen Schatz in die Arme geschlossen..... Ich holte mir mein Finishershirt und meine Medaille und ging dann zur Effektenausgabe. Dort sah ich auch, dass Rainer seine Tasche noch nicht abgeholt hatte, was bedeutete, dass er nicht aufgegeben hatte und noch unterwegs war.

Ich bin dann wieder raus und habe mich erstmal direkt beim Stadioneingang postiert und die einlaufenden Helden gefeiert. Dann habe ich mich entschlossen zu den Niederbipper Läufern zu gehen und durfte dort noch Glückwünsche entgegennehmen. Alle fragten nach Rainer und ich konnte nicht genau Auskunft geben, dann stellte ich mich nach vorne an die Strecke und blickte Richtung letzte Kurve und in dem Moment kam er um die Ecke. Wir stellten uns alle zusammen auf und haben Rainer mit einer Welle willkommen geheissen! Ein Lachen hat sich auf sein Gesicht gestohlen und er ist förmlich Richtung Ziel davongesprintet. Ich bin so schnell ich konnte hinterher und dann endlich im Zielraum konnte ich ihn in die Arme schliessen und auch meine Tränen laufen lassen. Ich war so stolz, dass Rainer es durchgezogen hat und ich war so stolz auf mich und ich war einfach nur fertig......

Noch einmal gingen wir zur Effektenausgabe um Rainers Tasche zu holen, danach wollten wir nochmals zu den Niederbippern aber leider waren sie schon weg Richtung Abendessen verschwunden. Dafür haben wir noch Roman angetroffen, welcher den K78 in sagenhaften 7Std.36Min. gelaufen ist, er hat auf seine Frau Sonja gewartet, welche zu Beginn immer wieder ein Stück mit uns gelaufen ist (sie ist in 12Std.08Min. ins Ziel gekommen). Wir plauderten noch ein wenig mir wurde aber langsam kalt und wir machten uns dann auf ins Hotel. Der Weg war plötzlich ziemlich lang....aber auch da haben wir unser Ziel erreicht ;-) Eine warme Dusche hat die Lebensgeister halbwegs zurückgebracht und danach gönnten wir uns ein feines Nachtessen inkl. Dessert!!!

Ach ja, unsere Zeiten hätte ich beinahe vergessen. Ich lief in 10Std.55Min. in Davos ein und Rainer kam in 11Std. 34Min. ins Ziel. Rainers Fazit - nie mehr....... und ich?? Tja ich kann es mir schon wieder vorstellen......

Samstag, 9. Juli 2011

Zermatt Ultra Marathon - St. Niklaus - Gornergrat

Mit diesem Text warb Zermatt für den Ultra Marathon und für Sabine und mich hiess dies natürlich "Da wollen wir dabei sein!". Gesagt, getan.
Darauf haben viele gewartet, zum 10-jährigen Jubiläum wird’s wahr: der Zermatt Marathon führt, exklusiv zum Jubiläum, wieder auf den Gornergrat. Wenn die Läuferinnen und Läufer des Zermatt Marathons bei der Kapelle auf dem Riffelberg das Ziel in Griffnähe haben, haben die Ultra Zermatt Marathon-Läuferinnen und –läufer noch exakt 3,4 km und happige 514 Höhenmeter vor sich. Die Aussicht auf dem Gornergrat, auf 3'089 m.ü.M. ist einzigartig und wird für alle Strapazen entschädigen.

Am Freitag fuhren wir um ca. 08:00 Uhr los. Trotz Ferienzeit kamen wir ganz gut voran. Auch beim Verladen am Lötschberg hatten wir keine Wartezeiten. Die Tickets kauften wir wie immer in der Raststätte Grauholz und so konnten wir die Self Service Spur benutzen. Ohne nennenswerte Verzögerung kamen wir nach ca. 3 Std in St. Niklaus an. Dort holten wir die Startunterlagen ab und schauten noch bei den verschiedenen Ständen (u.a. Salomon) vorbei. Dann fuhren wir weiter nach Täsch und parkten unser Auto dort. Mit dem Zug ging es dann nach Zermatt und dort zu Fuss via Bahnhofstrasse zum Hotel. Das Matterhorn war von Wolken verhangen und bereits jetzt schon kann ich erwähnen, dass wir es dieses Mal nie ganz wolkenlos zu Gesicht bekamen.



Nach dem Einchecken waren wir Mittagessen und sind dann noch ein wenig durch Zermatt spaziert. Dabei trafen wir verschiedene uns bekannte LäuferInnen u.a. Anna und Fridolin Kreienbühl, Renate Werz sowie Bernhard Mühlheim inkl. Frau und Freunde.

Später am Abend gingen wir noch an die Pasta Party um unsere Kohlenhydratspeicher fürs morgige Rennen aufzutanken. Bald danach ging es zurück ins Hotel und dort bereiteten wir alles für den Lauf vor.

Nach einer kurzen Nacht standen wir um 05:30 auf und gingen gegen 6 Uhr zum Frühstück. Draussen war es schon fast hell und ca. 100 Japaner standen nicht weit von unserem Hotel entfernt. Sie wollten einen Blick aufs Matterhorn werfen, aber das war von Wolken verhangen (wie an allen 3 Tagen).
Um 06:59 fuhr der Zug zum Start nach St. Niklaus. Leider waren wir relativ spät beim Bahnhof und so blieb für uns nur noch ein Stehplatz übrig. Im Zug traffen wir dann noch Ralf Ocvirk, der zum ersten Mal am Zermatt Marathon teilnahm. In St. Niklaus angekommen galt es zuerst mal die Toiletten aufzuspüren. Beim Start trafen wir noch Ursula Gassmann mit Freund Philippe sowie Paul Gfeller, welcher zum 10. Mal dabei war.

Um 08:25 dann der Startschuss. Sabine und ich liefen unsere eigene Pace. Mein Ziel war unter 7 Std. (neben Ankommen natürlich). Beim letzten Mal hatte ich 5Std35 und für die zusätzlichen km sowie Höhenmeter rechnete ich ca. 1 Std. Zu Beginn konnte ich Sabine noch folgen aber schon bald lief sie davon. Auf den ersten paar km hatte ich Mühe aber ab ca. km 3 lief es dann ok. Die km flogen nur so vorbei. Kurz vor km 9 wurde ich von Patrick Wieser (Sieger Marathon) in einer Steigung derart schnell überholt, dass ich eingestehen musste, dass Geschwindigkeit relativ ist. Nach 1Std30 passierte ich km 15, also bis jetzt 6min/km. Ich fühlte mich eigentlich bis hier hin recht gut aber schon bald war ich irgendwie leer. Trotz relativ moderater Steigungen vermochte ich nicht mehr zu rennen. Dann endlich Zermatt erreicht. Bei der Zwischenzeit war ich ca. 4 min langsamer als beim letzten Mal. Aber auf den nächsten km musste ich ganz schwer kämpfen. Kurz vor km 24 lief ich 2 Meter an unserem Hotel vorbei. Es wäre eine kurze Strecke gewesen und der Krampf wäre zu Ende gewesen. Aber der Gedanke war nur kurz und schon war ich vorbei. Auf den nächsten km litt ich sehr und die "verdammte" Verpflegungsstation wollte und wollte nicht kommen. In der Zwischenzeit hatte ich einen riesen Kampf mit meinem inneren Schweinehund. Irgendwann hatte ich die Entscheidung getroffen bei km 42.1 nach links ins Marathon Ziel zu laufen und nicht noch die 3.3 km sowie über 500 Höhenmeter aufs Gornergrat. Dann ging es mir ein wenig besser zumindestens für eine kurze Zeit. Km 34 - 38 verlaufen mehrheitlich abwärts aber ich vermochte nicht mal mehr dort zu rennen. Und so zeigte die Uhr jeweils ca. 9min30 pro km (anstatt mögliche 6m30).
Rampe zum Riffelberg

Dann endlich bei der Riffelalp und wer die Strecke kennt weiss, dass nun die Hölle startet. Diese Rampe rauf zum Riffelberg hat es wirklich in sich.  Aber ich fühlte mich in der Zwischenzeit besser und der Rythmus der Guggenmusik half mir da rauf. In der Zwischenzeit war auch für mich klar, dass ich NICHT nach links ins Marathon Ziel laufe sondern nach RECHTS Richtung Gornergrat. Nach 5Std50 passierte ich die Abzweigung und auf einmal fühlte ich mich trotz Schmerz richtig gut. Auch kam viel mehr Ruhe rein, da man nicht mehr ständig von Marathonis bzw. Staffelläufer überholt wurde. Ich fand bald meinen Tritt und wusste dass es in max. 1 Std vorbei sein wird. Es gelang mir sogar auf den steilen Passagen einige LäuferInnen noch zu überholen. Das Gornergrat rückte näher aber es schien trotzdem kein Ende zu nehmen.

Kurz vor dem Ziel noch eine Treppe rauf, dann über eine Brücke und 100 Meter später war es vorbei. In einer Zeit von 6Std46 lief ich die 45.595 km mit 2'498 Höhenmeter. Dem grossen Schmerz folgte die grosse Erleichterung das Ziel doch erreicht zu haben. Meine Vorgabe von unter 7 Std. hatte ich auch erreicht.

Sabine kurz vor dem Ziel

Sabine lief eine super Zeit von 6Std03 und war zu dieser Zeit bereits auf dem Riffelberg. Da es in der Zwischenzeit zu regnen begonnen hat ging ich direkt in den Zug. Auf dem Riffelberg musste ich meine Tasche noch abholen. Dort  angekommen begann es zu hageln und ich entschied mich direkt nach Zermatt runterzufahren. Sabine wartete zwar mit Luzia und Martin auf dem Riffelberg aber ich wollte nur noch runter. Wir hatten dann kurz telefoniert und uns im Hotel verabredet. Nach der Dusche ging es mir besser und bald darauf traf auch Sabine ein.


Später spazierten wir noch mit unserer Trophäe durch Zermatt und plauderten mit uns bekannten Personen, u.a. Thanh welcher den Marathon in 6Std07, ca. 21 min besser als das letzte Mal, lief. Nach einem feinen Nachtessen trafen wir im Pastazelt bei den Ranglisten noch die Marathonis Luzia (5Std01) und Martin (3Std50). Zusammen genehmigen wir uns eine feine Glace sowie einen Kaffee (und Martin noch ein Bier). Zu der Zeit bekam Martin einen Anruf von Gabriel Bader und wir erlaubten uns den Scherz, dass ich das Telefon abnahm und mich mit Christ meldete. Da hätten wir Gabriel's Gesicht gerne gesehen.
Langsam machte sich die Müdigkeit bemerkbar und wir verabschiedeten uns. Aber nach einem solchen Tag mit den vielen Eindrücken ist es trotz Müdigkeit nicht leicht einzuschlafen.

Am nächsten Tag entschieden wir uns nochmals aufs Gornergrat zu fahren. Wie der Zufall es so will Luzia und Martin hatten die gleiche Idee.

Gemeinsam verbrachten wir noch ein paar Stunden und um 12:40 fuhren wir gemeinsam nach Täsch zu unserem Auto. Von dort aus nach St. Niklaus zum Auto von Martin und Luzia, da sie am Samstag morgen direkt an den Start gefahren sind.

Nach ein paar Stunden Fahrt mit Sonne, Regen, Hagel, Stau waren wir um ca. 18:00 zu Hause. Es war ein schönes aber auch hartes Wochenende.

Samstag, 25. Juni 2011

Hellebardenlauf Sempach

Beim Frühstück haben wir uns entschlossen heute am Hellebardenlauf in Sempach teilzunehmen. Der Start über die 10 Meilen erfolgt erst um 17:00 und so hatten wir noch genügend Zeit. Ich nahm da schon zwei Mal teil, aber  damals war die Strecke noch 17.3 km lang.

Bereits um 14:00 waren wir in Sempach auf dem Parkplatz. 200m davon entfernt war der Skinfit Shop, welcher aber genau um diese Zeit schon zu machte. Doch wir konnten noch rein und Sabine hat sich ein cooles Bikeshirt gekauft, welches ich auch haben musste.

Die Zeit bis zum Start um 17:00 verging mit spazieren, vorbereiten, schwatzen  (u.a. mit Walter Niederberger) und ein wenig einlaufen wie im Fluge. Wie bei den letzten Läufen haben wir uns entschieden einerseits zusammenzulaufen und andererseits relativ weit hinten zu starten. Zuerst eine Runde im Städtchen und dann raus auf ein flaches Stück. Auf den ersten paar km wollten wir nicht zu schnell laufen und so wurden wir von einigen überholt. Langsam laufen ist gar nicht so einfach, man ist ja noch recht fit. Bei den kleinen Anstiegen machte sich das Berglauftraining positiv bemerkbar. Wir liefen da mit fast gleichem Tempo hoch und überholten damit immer mehr LäuferInnen. Kurz nach km 12 war der höchste Punkt der Strecke erreicht, dem Platz wo nach der Geschichte die Schlacht bei Sempach stattfand. Auf den letzten 4 km ging es fast nur noch bergab und unser km-Tempo war bereits unter 4min30.
Kurz vor dem Ziel noch eine kleine Steigung, dann gings ins Städtchen rein. Sabine zog dort auf einmal das Tempo sehr stark an, sie wollte einen Schlusssprint machen. Obwohl ich eigentlich müde Beine hatte musste ich ihr folgen. Wir haben uns gegenseitig gejagt, am Schluss zog sie ganz knapp den Kürzeren. Beim Sprint war ich bis jetzt immer der Schnellere. 3min30 pro km auf den letzten 500m hat Spass gemacht und unsere Zeit war gar nicht so schlecht. 1Std18Min45 für die 10 Meilen mit ca. 170 Höhenmeter.

Nach dem Duschen haben wir noch zusammen mit Miggu und Rainer Widmer was getrunken und uns nett unterhalten. Auf der Heimfahrt machten wir noch eine Rast um was zu essen, wir hatten Kohldampf.
Um ca. 22:00 waren wir dann zu Hause. Ein wenig müde, aber happy. Morgen werden wir ja ein längeres Berglauftraining absolvieren.

Montag, 13. Juni 2011

Pfingstlauf Niederbipp

Nur 2 Tage nach dem LGT Marathon liefen wir schon wieder einen Wettkampf. Da wir sehr verbunden sind mit dem LG Niederbipp (u.a. bin ich da Webmaster) war es ganz klar, dass wir trotz Marathon in den Beinen da starten werden.

ca. 3 min nach dem Start
Wir starteten ganz am Ende des über 260 LäuferInnen grossen Feldes. Wir wollten langsam starten und je nach Befinden ein wenig aufdrehen. Die ersten km liefen wir so um ca. 5m15 pro km und haben dabei schon einige der vor uns Gestarteten überholt. Es lief nicht schlecht, aber die Beine waren schon noch schwer. Am Anfang war das Ein- und Ueberholen noch einfach, aber mit der Zeit wurde es immer schwieriger. Doch unser Ehrgeiz war geweckt und so liefen wir ab km 6 bereits 30 sec pro km schneller und gegen Ende war unser km-Schnitt sogar unter 4m30. Müde aber happy liefen wir nach ca. 51 min ins Ziel, 4m57 pro km, schneller als geplant war. Zudem haben wir ca. 80 LäuferInnen ein- und überholen.
auf den letzten km

Nach Verpflegung und Rangverkündigung (Sabine durfte noch Ehrendame spielen) fuhren wir nach Hause und ruhten uns da noch aus.

Samstag, 11. Juni 2011

LGT Marathon

Die letzten beiden Jahre liefen wir den LGT bei Regen, Nebel und relativ kalten Temperaturen. Und so dachten wir, dass es dieses Jahr sicher besser sein wird. Weit gefehlt, es regnete bereits vor dem Start und auch während dem ganzen Rennen. Aber das Ganze von vorne:

Weil die Rückfahrt von Malbun via Bus immer so ein Riesengestürm ist haben wir uns entschieden diesmal das Auto in Malbun zu parkieren und dort den Bus zum Start zu nehmen. Da dieser bereits um 7 Uhr losfährt und wir ca. 2 Std. Fahrt hatten hiess dies um 4 Uhr aufzustehen und um 4:45 abzufahren. Die Fahrt verlief ohne Zwischenfall und bereits um 6:30 parkierten wir unser Auto in Malbun. Da einige dieses Angebot wahrnahmen fuhren 2 Busse voller LäuferInnen um 7 Uhr nach Bendern, so auch Renate Werz.

In Bendern angekommen holten wir unsere Startunterlagen ab und tranken noch einen Kaffee plus Gipfeli. Es regnete noch immer, aber wie das Wetter werden wird, war nicht klar. Es stellte sich die Frage ob mit oder ohne Regenjacke. Da der Regen eher noch stärker wurde, entschieden wir mit. Die Zeit bis zum Start haben wir mit Warten im Trockenen und mit Gesprächen vertrieben. Richard Hofer lief zum ersten Mal den LGT. Alain Armbruster war auch wieder dabei. Zusätzlich haben wir uns noch mit Peter Camenzind (Rekordhalter 100 km Biel, 6Std37) unterhalten.

Dann um 9 Uhr endlich der Startschuss. Sabine wollte ähnlich wie 2009 laufen (4Std45) und ich wäre mit einer Zeit um 5Std30 schon sehr zufrieden. Die ersten 10km nach Vaduz sind flach und man muss aufpassen, da nicht zu schnell zu laufen. Sabine habe ich nur auf den ersten paar hundert Meter gesehen und dann war sie weg. Vom vielen Regen hatte es schon sehr viele Pfützen, Zick-Zack Laufen war angesagt. In Vaduz wurde die erste Zwischenzeit genommen, ein wenig über 54 min für die etwas mehr als 10 km waren in Ordnung (meine schlechteste Zeit). Auf den nächsten 11 km sind ca. 1'100 Höhenmeter zurückzulegen. Für mich war somit Gehen angesagt. Oberhalb des Schloss gab es sogar Stau, da der 5Std. Pacemaker mit einigen Leuten im Schlepptau vor mir lief. Mir war es recht, konnte ich mich dadurch ein wenig "ausruhen". Es regnete immer noch und wegen dem Nebel sah man teilweise keine 20 Meter weit.

Bei km 21 war auf dem ersten Teil der höchsten Punkt erreicht und dann ging es runter Richtung Steg, dem Ziel des Halbmarathon Plus. Wegen dem Regen und dem vielen Wasser war der obere Teil der Strecke sehr matschig und tief. Mir hat das sehr gefallen und habe auch keine Angst da mit Vollgas runter zu brettern. Mit einem Jauchzer habe ich mich in die Tiefe "gestürzt" und alle vor mir Laufenden überholt. Dass dies sehr viel Kraft kosten wird, war mir egal. Es hat Spass gemacht. Dann endlich erreichte ich Steg wo es ins Ziel geht (Halbmarathon Plus) oder eben rechts noch ca. 17 km weiter. Knapp unterhalb 3 Std. war meine Zwschenzeit aber ich wusste nicht, wie gut ich im Rennen war. Sabine ist sicher schon einiges vor mir hier durchgekommen (ca. 12 min vor mir).

Ich war gar nicht mehr frisch und bin trotz der vielen Anfeuerungsrufen ins Gehen gewechselt. Kurz danach ging es wieder durch so einen matschigen und nassen Abschnitt. Das hat mir wieder recht gut gefallen. Aber schon ging es wieder aufwärts und Gehen war angesagt. Wegen dem andauerndem Regen war mir langsam kalt und so zog ich das Stirnband und meine dünnen Handschuhe an. Das tat gut. Km 33 und 34 verliefen steil zum höchsten Punkt der Strecke rauf. Ich war froh als ich endlich dort angelangt bin. Jetzt geht es runter nach Malbun wo bei km 37 das Ziel keine 200 Meter weit entfernt ist. Das ist ein Motivationskiller, man hört auch via Lautsprecher die Namen all derjeingen die bereits ins Ziel gelaufen sind. Aber es nützte nichts, auch ich musste noch die 5 km mit ca. 200 Höhenmeter hinter mich bringen. Obwohl ich bereits seit einigen Kilometern auf dem Zahnfleisch lief, war ich doch ca. 3 min schneller als im Vorjahr. In Anbetracht einer neuer Bestzeit bei der 4. Teilnahme pushte ich mich so gut es ging. Aber es fühlte sich weder einfach noch schnell an. Endlich der km 41, von hier geht es nur noch abwärts. Ich nahm all meine letzte Kraft zusammen und spurtete Richtung Ziel. Geschafft, neue Bestzeit von 5Std15Min, drei Minuten schneller. Bin happy, aber auch sehr müde. Ich fragte mich, wie es wohl Sabine ergangen ist.

Mit dem Finisher Shirt und dem Swarowski Geschenk in den Händen holte ich meine Tasche ab und lief dann zum Auto. Im Auto sah ich bei Datasport dass Sabine den Marathon in 4Std48 gelaufen ist, ca. 6 min schneller als im Vorjahr. Herzliche Gratulation. Auf dem Weg zur Dusche sah ich Sabine, sie war bereits beim Haare föhnen. Sie wartete dann auf mich. Nachdem ich geduscht hatte, sind wir noch ins Zelt und haben uns verpflegt. Da haben wir noch Richard gesehen, er lief bei seiner Premiere eine hervorragende Zeit von 3Std52. Well done.

Nach einer kurzen Zeit stiegen wir in unser Auto und fuhren Richtung Hause. Wie jedes Jahr noch einen Zwischenhalt in der Raststätte Sarganserland und um ca. 18 Uhr waren wir zu Hause. Betreffend der Laufzeiten war es ein erfolgreicher Tag aber das Wetter dürfte schon mal besser werden, schon das 3. Jahr hintereinander Regen, Nebel und Kälte.

Dienstag, 31. Mai 2011

Waffenlauf Doppelstart - Lenzburg und Kaisten

An diesem Wochenende stand uns ein echtes Waffenlauf-Novum bevor. 2 Wettkämpfe an einem Wochenende, das gab es bis jetzt noch nie in der Geschichte des Waffenlaufs.

Tag 1 - Lenzburg 11.6 km

Am Samstag war Lenzburg an der Reihe. Frühzeitig waren wir vor Ort und fassten unsere Kleider. Da unser Start erst um 14.52Uhr erfolgte, wurde es sehr warm für uns. Wir hatten noch genügend Zeit um einen Kaffee zu trinken und mit unseren Läuferkollegen einen Schwatz zu halten. Mein Ziel für den heutigen Tag war es, aufs Podest zu laufen. Rainer und ich waren gespannt, was das Rennen für uns bringen würde, war es doch erst eine Woche nach unserem Ultra-Trail im Schwarzwald.

Pünktlich um 14.58Uhr fiel für uns der Startschuss. Ich bin gleich ziemlich schnell los, Rainer blieb etwas hinter mir. Es ging leicht aufwärts durch den Wald, wo es zum Glück kühler war. Bald merkte ich, dass es heute nicht so laufen würde, mein Asthma machte mir ziemlich Mühe, seit langem musste ich mal wieder meinen Spray einsetzen und gleichzeitig mein Tempo zurücknehmen. Zu diesem Zeitpunkt lag ich Overall an 3. Stelle. Doch hier konnte mich Luzia überholen und auf ein paar Meter distanzieren. Auch Rainer schloss zu mir auf und ich dachte, das war's dann für heute. Aber dann kam mein Kampfgeist wieder und ich versuchte so gut es ging an Luzia dranzubleiben. Rainer hat sich dann wieder zurückfallen lassen und war immer in Sichtweite hinter mir. Teilweise war es heiss und dann kam zum Glück wieder ein leichter Wind auf und die Stücke im Wald waren angenehm.
Die Strecke verlief immer leicht steigend und wieder abwärts, nie viel aber trotzdem hatte ich das Gefühl immer nach oben zu laufen. Sehr viele Verpflegungsstellen mit Wasser machten die Hitze und den Durst erträglich. Ungefähr bei km8 merkte ich, dass ich wieder näher an Luzia rankomme und auch das Atmen fiel mir leichter. So versuchte ich einen Angriff und zog an ihr vorbei, auch Luzia lief am Anschlag und konnte nicht anhängen und ich hatte so bald ein paar Meter zwischen uns. Jetzt ging es raus aus dem Wald und eine unregelmässige Treppe runter und dann stand ich vor einer provisorischen "Gerüste-Brücke" über die Strasse. Also die unzähligen Stufen hoch klettern, über das wacklige Ding drüber und wieder runter, eine Zick-Zack-Runde durch die Altstadt und dann nochmals über diese Brücke. Ich war sowas von fertig und konnte nur noch Gehen. Nach der Brücke ging es noch einen Hügel hoch und dann rein ins Ziel. Ich glaub so gekämpft und gelitten habe ich schon lange nicht mehr. Meine Zeit für die 11,6km blieb bei 1Std.00Min.23Sek. stehen. Rainer kam kurz nach mir mit 1Std.02Min.32Sek. ins Ziel, auch er war völlig ausgepumpt.

Nach einer erfrischenden Dusche warteten wir bei Kaffee und Kuchen auf die Rangverkündigung, durfte ich doch heute aufs Podest! 3. Rang Overall und auch 3. in meiner Altersklasse - so dürfte es immer sein :-)

Tag 2 - Kaisten 16.7 km

Am Sonntag Morgen stand nun der Kaister Waffenlauf auf dem Programm. Start war um 10.00Uhr. Wir waren wieder zeitig da, mussten wir uns doch noch Nachmelden. Viele Läufer haben an diesem Wochenende den Doppelstart gewagt, genau 66 Läufer und 6 Läuferinnen und so waren viele bekannte Gesichter anwesend.

Wieder Kleider fassen und dann gleich umziehen. TeleBasel war auch vor Ort, wurde doch speziell über Barbara Cina berichtet (eine der beiden Spitzenläuferinnen). Auch heute wollte ich mir den 3. Rang Overall holen und war dementsprechend nervös. Die Sonne brannte schon heiss vom Himmel und trotz der frühen Startzeit versprach es heiss zu werden. Zum Glück verläuft ein Grossteil der Strecke im kühlen Wald.

Pünktlich um 10.00Uhr wurden wir auf die Strecke über 16,7km geschickt, es mussten 2 Runden gelaufen werden. Ich wollte heute eigentlich versuchen, nicht wieder so schnell zu starten aber das gelang mir wieder nicht, naja langsam werde ich von alleine.... Heute lief es besser als gestern, obwohl die erste Runde sehr hart war. Da fühlte man schon den gestrigen Wettkampf in den Beinen. Die Strecke war fast ganz flach aber zweimal hat es eine kleine Steigung und da musste ich gehen aber danach lief es immer wieder gut weiter. Ich war immer froh, wenn wir im Wald waren, es war einfach nur heiss und durch den Kämpfer kommt kein Lüftchen durch.

Bei den Verpflegungsstellen habe ich mir immer Zeit gelassen und Wasser und Tee getrunken, hinter mir war ein grosser Abstand zur nächsten Frau und so wusste ich, dass mir der 3. Rang auf sicher war und ich mich nicht ganz so zu quälen brauchte. Kurz nach km15 standen Luzia und ihre Kinder und sie hatte auch nochmal einen Schluck Wasser für die letzten 1,5km, die jetzt ganz in der Sonne lagen. Endlich die letzte Biegung und das Ziel lag vor mir. 1Std.26Min.58Sek. war meine Schlusszeit. Ich wurde gleich willkommen geheissen und musste schon meinen Pflichten nachgehen ;-)) und für's Siegerphoto posieren. Marianne und Barbara mussten doch etwas auf mich warten, laufen die Zwei doch in einer eigenen Liga! Im Ziel war dann auch noch Tina vom Vitamare, habe mich sehr gefreut, dass sie extra meinetwegen gekommen ist. Rainer lief knapp 2 Minuten nach mir ins Ziel und war auch froh, dass es geschafft war. Für ihn blieb die Uhr bei 1Std.28Min.52Sek. stehen.

Nach der wohlverdienten Dusche haben wir bei gemütlichem Beisammensitzen auf die Rangverkündigung gewartet. Mein Ziel habe ich erreicht und ich durfte zum zweiten Mal an diesem Wochenende aufs Podest. 3. Frau Overall und 2. in meiner Alterklasse - ich freu mich riesig.

Um ca. 14.00Uhr machten wir uns auf den (kurzen) Heimweg und machten uns einen faulen Nachmittag und am Abend gab's noch was Feines vom Grill - Danke Schatz. Es war ein tolles Wochenende und ein gaaaanz kleiner Vorgeschmack, wie es ist, an verschiedenen Tagen nacheinander einen Wettkampf zu laufen....

Samstag, 21. Mai 2011

Black Forest Trail Run - ein Trainingslauf über 57 km

Am Schluchseelauf ist uns der Flyer für den Black Forest Trailrun in die Hände gekommen. Sabine meinte, wir könnte ja teilnehmen so als längerer Trainingslauf. Zuerst war ich nicht so begeistert, da 57 km und fast 2'000 Höhenmeter doch nicht so ohne sind. In einer schwachen Minute habe ich dann trotzdem die Unterkunft gebucht.

Am frühen Freitag Nachmittag fuhren wir via Schluchsee nach Simonswald. Nach ca. 2 Std hatten wir unser Ziel erreicht. Wir parkierten unser Auto auf dem Sägplatz, dem Startort des morgigen Laufes.
Nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort fuhren wir zu unserer Unterkunft, dem Landgasthaus Grüner Baum. Nachdem die Formalitäten erledigt waren und wir unser Zimmer bezogen hatten, tranken wir auf der Sonnenterrasse eine Schorle. Später hielten wir uns noch kurz im Zimmer auf und fuhren dann um 19:00 nach Simonswald um uns da für den morgigen Lauf nachzumelden. Dies war nur eine kurze Angelegenheit und so freuten wir uns auf das Nachtessen, welches wir auf der bereits erwähnten Sonnenterasse einnehmen wollten. Aber schon bald kam ein heftiger Wind und sämtliche Gäste flüchteten in die Gaststube, wir auch. Das Essen war sehr köstlich und nach einem Kaffee begaben wir uns ins Zimmer. Bald danach war es Zeit zum Schlafen, da wir bereits um 05:45 raus mussten.

Nach einer eher unruhigen Nacht sassen wir um 06:00 am Frühstückstisch. Normalerweise war  Frühstück erst ab 07:00 aber unserer Bitte um früher kamen sie ohne Probleme nach. Nach Essen, Zahlen und Packen fuhren wir um ca. 07:00 zum Sägplatz, wo schon ein reges Treiben herrschte. Nach den Startvorbereitungen warteten wir auf das Briefing, wo wir noch wichtige Details zum Lauf erhielten. Keine km-Tafeln, nur 5 Verpflegungsstände und für die Orientierung blaue Punkte am Boden oder an den Bäumen. Dazu noch ein Blatt mit wichtigen Informationen wie Tel.-Nummern, Beschreibung der Strecke sowie km-Angaben der Verpflegungsstände.

Schätzungsweise 100 LäuferInnen warteten bis um 08:00 im Startkanal auf das Startkommando. Sabine und ich starteten fast am Schluss des Feldes, da dieser Lauf als langes Training gedacht ist. Mehr als 27 km liefen wir dieses Jahr noch nie.

Nach einem flachen Anfangsteil (den werden wir in ca. 8 Std nochmals laufen, aber in entgegengesetzter Richtung) ging es bereits den Berg hoch. Die Temperaturen waren angenehm und der Geruch des Tannenwaldes gefiel uns sehr. Schon bald verteilte sich die Läuferschar. Wir hatten es nicht eilig und ich lief das erste Mal mit dem Fotoapparat ausgerüstet einen Wettkampf. Dazu waren wir mit Laufrucksack ausgerüstet, da es nur jeden 10 km einen Verpflegungsposten hatte.

Der Hauptteil der Strecke befand sich im Wald. Aber das Auf und Ab (vorallem Auf) liess ein konstantes Tempo nicht zu. Bei km 10.8 befand sich der erste Verpflegungsposten. Wir stärkten uns und füllten unsere Trinkflaschen auf. Auf den nächsten 4 km mussten über 500 Höhenmeter bewältigt werden auf den höchsten Punkt der Strecke (1'131 m.ü.M).
Ein paar wenige Läufer befanden sich noch in unserer Nähe aber schon bald waren wir alleine. Uns gefiel das so, war aber auch ungewohnt einen Wettkampf zu laufen, bei dem es fast keine Zuschauer hat, keine km-Angaben und nur alle 10 - 12 km einen Verpflegungsposten.




Unsere Beine wurden immer schwerer und auch schwitzen wir trotz Wald ziemlich stark. Im Oberschenkel machten sich krampfartige Zuckungen bemerkbar. Zum Glück hatte Sabine Salztabletten mitgenommen, welche die Situation merklich verbesserten. Nachdem es ein paar km steil abwärts ging mussten wir wieder rauf auf 1'080 m.ü.M.  Nach 3Std45 hatten wir die Hälfte der Strecke geschafft, aber frisch waren wir gar nicht mehr. Die steilen Abwärtspassagen drückten schwer auf die Oberschenkel und schnell laufen war nicht drin. Der Weg durch die erste Schlucht gefiel uns trotz schwierigem Untergrund sehr. Zudem hörten wir nur die Geräusche der Natur (Wasser, Vögel, Rauschen des Waldes; Donnern); kein von Menschen verursachter Lärm ausser natürlich unser schweres Atmen.

Bei km 41 ein nächster Verpflegungsposten und  gleich danach ein moralischer Killer.
1.3 km plus 160 Höhenmeter rauf und wieder runter nur um ca. 100 m vom Verpflegungsposten wieder auf der selben Höhe zu sein. Aber es lohnte sich in Anbetracht der schönen Schlucht. In der Zwischenzeit begann es zu regnen; die Luftfeuchtigkeit wurde teilweise fast unerträglich.

Nach 5Std37 erreichten wir die Marathon-Distanz, also noch ca. 15 km bis ins Ziel. Das wird ein weiter Weg werden. Ein ständiges steiles Auf- und Ab zerrte an unseren letzten Reserven. Auch gab es keinen Körperteil mehr welcher sich nicht mit Schmerzen bemerkbar machte. 100 Höhenmeter in einem km runter nur damit es beim nächsten wieder 80 Höhenmeter hoch ging. Ein ständiger Wechsel Gehen - Rennen - Gehen vermochte teilweise die Schmerzen zu lindern, wobei das Anlaufen immer schwieriger wurde.

Bei km 55 ging es nochmals steil hoch nur um ab km 56 für 800 Meter nochmals mehr als 110 Höhenmeter wieder steil runterzulaufen. Manchmal verfluchte ich diese Strecke. Dann endlich befanden wir uns auf dem Startkilometer, das Ziel in greifbarer Nähe. Eine Gruppe von Leute applaudierten uns und wir bekamen Gänsehaut. Noch ein kurzer Sprint (naja, 5m30 pro km) und nach 7Std40 liefen Sabine und ich durchs Ziel. Wir waren k.o. aber glücklich dass es endlich vorbei war. Ankommen in der Zeitlimit von 8Std30 war unser Ziel, welches wir ganz klar erreicht hatten. Es war im Grossen und Ganzen eine sehr schöne Strecke, wobei dieses Auf und Ab auf dem Schlussstück schon sehr hart war.

Nach einem Kaffee ging es zum Duschen und schon bald danach auf die Heimreise. Da sich in der Zwischenzeit unser Magen bemerkbar gemacht hatte, entschieden wir uns via Basel zu fahren und in der Raststätte Pratteln was zu essen. Nach 19:00 waren wir dann zu Hause. Hier noch ein kurzes Video über unseren Lauf:


Jetzt geht es ums regenerieren, da ja nächstes Wochenende ein Waffenlauf-Doppelstart ansteht.